Elektroauto mit Solarmodulen: Sion erfolgreich gecrasht
Die Karosserie des Sion ist normalerweise schwarz. FĂŒr eine kontrastreichere Darstellung und damit die Tests akkurater ausgewertet werden können, sei sie grĂŒn eingefĂ€rbt worden, schreibt Sono Motors.
(Bild: Sono Motors)
Das Elektroauto, dessen Reichweite Solarmodule in der Karosserie verlÀngern soll, absolvierte den ersten Gesamtfahrzeug-Crashtest.
Das MĂŒnchner Unternehmen Sono Motors hat sein Solar-Elektroauto Sion erstmals einem Gesamtfahrzeug-Crashtest unterziehen lassen. Der vom PrĂŒfinstitut CSI in Italien veranstaltete Crash, bei dem ein schwerer Frontalaufprall mit einer Geschwindigkeit von 50 km/h simuliert wurde, sei erfolgreich verlaufen, heiĂt es in einer Sono-Mitteilung. Nach den bisherigen physischen und simulierten Tests erwartet das Unternehmen, dass der Sion alle gesetzlichen Anforderungen zum FuĂgĂ€nger- und Insassenschutz erfĂŒllen wird.
Besonders an dem Sion ist, dass in die gesamte Karosserie Solarmodule integriert sind. Die Solartechnik wird auch von anderen Unternehmen getestet [1]. Der Crashtest habe nun gezeigt, dass die polymerbasierte Solartechnik robust sei. Die Module seien beim Crash nicht zersplittert, daher seien sie fĂŒr die Fahrzeuginsassen nicht gefĂ€hrlich. Nun stehen laut Sono Motors noch 300 Komponenten-, Schlitten- und Gesamfahrzeugtests aus. Sie sollen die Ergebnisse der jahrelangen Crash-Simulationen bestĂ€tigen.
ZusÀtzliche Crashtests
Neben dem gesetzlich vorgeschriebenen Testprogramm fĂŒhrt Sono Motors nach eigenen Angaben zusĂ€tzliche Crashtests nach EURO NCAP (European New Car Assessment Programme) durch, auch um die Crash-Sicherheit des Sion fĂŒr Frauen und Kinder zu erhöhen. 18 Fahrzeuge verwendet das Unternehmen nach eigenen Angaben [2] derzeit fĂŒr die Dauererprobung, Crashtests und die Optimierung des Solar-Ladens. Weitere Tests, zum Beispiel Wintertests in Schweden und die ADAS-Validierung, seien fĂŒr das laufende Quartal geplant.
So sollte das Elektrosolarauto Sion in Serie gebaut werden (0 Bilder) [3]
Das kompakte E-Auto hat Solarzellen auf der Karosserie, die Strom fĂŒr durchschnittlich 112 Kilometer pro Woche liefern sollen. Mit einem Akku und Strom aus der Steckdose soll das Auto gut 300 Kilometer Reichweite haben. Die beiden GrĂŒnder hatten das Unternehmen 2022 an die Börse gebracht, um eine drohende Insolvenz abzuwenden. HauptaktionĂ€re sind die GrĂŒnder und US-Investoren.
Ende September war Sono Motors weiterhin auf der Suche nach Geld. Eine eigentlich bis zum 24. Januar befristete Kampagne, mit der das Projekt Sion gerettet werden sollte, hatte 47 Millionen Euro eingebracht. Sono strebte aber 100 Millionen an und teilte mit, in GesprÀchen mit Investoren zu sein. Daher hat das Unternehmen die Kampagne auf den 28. Februar 2023 verlÀngert [5].
(anw [7])
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[1] https://www.heise.de/news/Muenchner-Verkehrsgesellschaft-testet-Solartechnik-von-Sono-Motors-6659968.html
[2] https://sonomotors.com/de/press/press-releases/sono-motors-demonstrates-solar-integration-in-initial-sion-crash-test/
[3] https://www.heise.de/bilderstrecke/2613124.html?back=7489132;back=7489132
[4] https://www.heise.de/bilderstrecke/2613124.html?back=7489132;back=7489132
[5] https://www.heise.de/news/E-Auto-Sono-Sion-Kampagne-verlaengert-wegen-Gespraechen-mit-moeglichen-Investoren-7471986.html
[6] https://www.heise.de/newsletter/anmeldung.html?id=ki-update&wt_mc=intern.red.ho.ho_nl_ki.ho.markenbanner.markenbanner
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