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Ein Kühlschrank voller Linux-Server

Oliver Diedrich

IBM hat einen speziellen zSeries-Mainframe vorgestellt, auf dem ausschließlich Linux läuft.

IBM hat einen speziellen zSeries-Mainframe [1] vorgestellt, auf dem ausschließlich Linux läuft. Laut IBM lassen sich auf dem Server von der Größe eines Kühlschranks etliche unabhängige Linux-Systeme gleichzeitig betreiben. Das Unternehmen empfiehlt seinen "Linux-Großrechner" zur Konsolidierung großer Serverfarmen: Ein einziger solcher Mainframe könne "zwanzig bis zu mehreren hundert Unix- oder Intel-basierten Servern" ersetzen, womit beträchtliche Einsparungen bei den laufenden Betriebskosten -- vom Stromverbrauch über den Platzbedarf bis zu Wartung -- sowie mehr Sicherheit und eine höhere Zuverlässigkeit verbunden seien.

Im Vergleich zu anderen Mainframes ist der Linux-Großrechner mit Preisen ab rund 400.000 US-Dollar (bei Aktivierung eines der vier Prozessoren) geradezu preiswert. Laut IBM ist ein Betrieb möglich, ohne dass man dazu Mainframe-spezifisches Know-how erwerben müsse; zum Betrieb seien keinerlei Kenntnisse des Mainframe-Betriebssystems z/OS nötig. IBM will die Linux-Mainframes ab Ende März ausliefern. Ende 2000 hatte Big Blue zum ersten Mal die zSeries 900 als 7. Generation der S/390-Mainframes [2] vorgestellt, für die mit z/OS als Nachfolger des OS/390 [3] auch ein speziell zugeschnittes Betriebssystem vorliegt. (odi [4])


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-50151

Links in diesem Artikel:
[1] http://www-1.ibm.com/servers/eserver/zseries/
[2] https://www.heise.de/news/IBM-praesentiert-neue-Server-Marke-und-Unix-Strategie-28292.html
[3] https://www.heise.de/news/OS-390-Nachfolger-fertig-40140.html
[4] mailto:odi@ix.de