EU wetzt die Waffen zum Kampf gegen Cyber-Crime
Im Kampf gegen Comuter-KriminalitÀt will die EU-Kommission Gesetze und Strafen in den Mitgliedstaaten vereinheitlichen.
Die EU-Kommmission will Computer-KriminalitĂ€t gezielter bekĂ€mpfen und fĂŒr mehr Sicherheit in lĂ€nderĂŒbergreifenden Rechnernetzen sorgen. Im Sinne des Aktionsplans eEurope 2002 [1] sollen nun weitere Schritte fĂŒr die Staatengemeinschaft vorgegeben werden. Nach der Mitteilung der Kommission [2] ist das erklĂ€rte Ziel, im elektronisch vernetzten Europa bis zum Jahr 2002 einheitliche Gesetzesgrundlagen zu schaffen und die Zusammenarbeit fĂŒr mehr Sicherheit zu stĂ€rken.
Bisher habe sich die Union um Einheitlichkeit bei Fragen des Urheberrechts, des Schutzer der PrivatsphĂ€re und persönlicher Daten sowie um Bestimmungen fĂŒr den elektronischen Handel bemĂŒht. Aber das Strafrecht fĂŒr Computer-KriminalitĂ€t weise noch zu viele Unterschiede auf. So wĂŒrden beispielsweise Kinderpornografie, Angriffe von "Hackern" und Verletzungen von GeschĂ€ftsgeheimnissen in den Mitgliedstaaten unterschiedlich geahndet. Zudem solle geprĂŒft werden, mit welchen MaĂnahmen gemeinsam gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit vorgegangen werden könne, erklĂ€rten die zustĂ€ndigen EU-Kommissare Erkki Liikanen (Generaldirektion Unternehmen und Informationsgesellschaft [3]) und Antonio Vitorino (Generaldirektion Justiz und Inneres [4]) in BrĂŒssel.
Neben der Angleichung des Strafrechts fĂŒr Computer-KriminalitĂ€t muss auch die Verfolgung solcher Taten verschĂ€rft werden, fordert die Kommission: Die LĂ€nder ohne spezialisierte Polizeidienste zum Kampf gegen Cyber-Delikte sollten nachziehen. Um Zusammenarbeit zu fördern, sollen in einem EU-Forum Strafverfolgungsbehörden, Anbieter von Internet-Diensten, Telekommunikationsbetreiber, BĂŒrgerrechtsorganisationen, VerbraucherverbĂ€nde, Datenschutzbehörden und weitere interessierte Parteien unter Vorsitz der Kommission zusammenkommen.
Zur Ausgestaltung des Aktionsplans fordert die Kommission das EropÀische Parlament und den Europa-Rat auf, bis zum 23. MÀrz 2001 Stellung zu nehmen. Die BeitrÀge sollen im Internet veröffentlicht [5] werden. (Götz Konrad) / ()
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[1] http://europa.eu.int/comm/information_society/eeurope/actionplan/index_de.htm
[2] http://europa.eu.int/ISPO/eif/InternetPoliciesSite/Crime/CrimeComDE.pdf
[3] http://www.europa.eu.int/comm/commissioners/liikanen/index_de.htm
[4] http://www.europa.eu.int/comm/commissioners/vitorino/index_de.htm
[5] http://europa.eu.int/ISPO/eif/InternetPoliciesSite/Crime/crime1.html
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