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EU-Kommission legt DVB-H als EU-Norm für Handy-TV fest

Andreas Wilkens

Heute hat die EU-Kommission beschlossen, DVB-H in die Liste der EU-Standards aufzunehmen. Demnächst sind die 27 Mitgliedstaaten verpflichtet, die Nutzung von DVB-H für Handy-TV zu fördern.

Die EU-Kommission hat beschlossen, das Format DVB-H in das EU-Verzeichnis der Normen aufzunehmen. Nach der noch ausstehenden Veröffentlichung der neuen Norm im Amtsblatt der EU sind die 27 Mitgliedstaaten verpflichtet, die Nutzung von DVB-H für Handy-TV zu fördern. Medienkommissarin Viviane Reding hatte auf der CeBIT im vergangenen Jahr angekündigt [1], DVB-H als einen gemeinsamen Standard für Handy-TV in Europa durchsetzen zu wollen. Nun teilt sie mit [2]: "Der nächste Schritt zur Umsetzung der EU-Strategie für das mobile Fernsehen umfasst Vorgaben für Genehmigungssysteme und die Förderung von Rechtemanagementsystemen, die allesamt wie DVB-H auf offenen Standards beruhen."

Die europaweite Verwendung von DVB-H komme nicht nur den Verbrauchern zugute, meint Reding, sondern auch Netzbetreibern und Geräteherstellern. Sie könnten mit dem EU-Gebiet einen großen Markt für die Masseneinführung des mobilen Fernsehangebots erschließen. "Schon jetzt ist DVB-H die am weitesten verbreitete Norm für Mobil-TV. In 16 Mitgliedstaaten befindet sie sich derzeit zwischen Erprobung und Markteinführung; Italien bietet bereits kommerzielle DVB-H-Dienste an", heißt es in der Mitteilung. (anw [3])


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-190961

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/news/EU-Kommission-will-DVB-H-als-europaeischen-Handy-TV-Standard-157016.html
[2] http://ec.europa.eu/deutschland/press/pr_releases/index_7675_de.htm
[3] mailto:anw@heise.de