EU-Kommission eröffnet Verfahren zu DVB-T in Berlin
Die Medienanstalt Berlin-Brandenburg soll Rundfunkanstalten Beihilfen zur Benutzung des DVB-T-Netzes gewährt haben, teilte die EU-Kommission heute mit.
Die EU-Kommission [1] hat ein Prüfverfahren zur Finanzierung des digital übertragenen Fernsehens im Großraum Berlin-Potsdam (DVB-T [2]) eröffnet. Die Medienanstalt Berlin-Brandenburg (MABB) soll Rundfunkanstalten Beihilfen zur Benutzung des DVB-T-Netzes gewährt haben, teilte die EU-Kommission heute mit. Bereits im Mai war bekannt geworden, dass sich mehrere Kabelnetzbetreiber bei der Kommission beschwert [3] hatten. Das Beihilfeprüfverfahren richtet sich gegen die Bundesrepublik Deutschland, nicht gegen die MABB.
Von den Beihilfen soll indirekt auch T-Systems profitiert haben. Das neue Digital-Fernsehen werde von T-Systems betrieben, einer Tochter der Deutschen Telekom AG, schrieb die Kommission. Nach Angaben der MABB vom Oktober 2002 galt der Ballungsraum Berlin/Potsdam als die weltweit erste Region [4], die beim Fernsehen ausschließlich auf ein Digitalangebot über Antenne setzt (Siehe dazu den Projekt-Bericht der MABB als PDF [5]). (dpa) / (anw [6])
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[1] http://europa.eu.int/
[2] http://www.ueberall-tv.de/reg_BB/1BBstart/BB_start.htm
[3] https://www.heise.de/news/Kabelnetzbetreiber-beschweren-sich-bei-EU-ueber-digitales-Fernsehen-98113.html
[4] https://www.heise.de/news/Berlin-als-Modellregion-fuers-digitale-ueberall-Fernsehen-50719.html
[5] http://www.mabb.de/bilder/Projektbericht-250803.pdf
[6] mailto:anw@heise.de
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