EU-Kommissarin kritisiert Roaming-Kosten für SMS und Datendienste
Viviane Reding sieht die Gebühren für Kurznachrichten und Datenempfang in keinem Verhältnis zu den Kosten und fordert deutlich niedrigere Tarife.
Viviane Reding, Informations- und Medien-Kommissarin der EU, zeigt sich sehr besorgt über die "extrem hohen Preise" für SMS- und Datendienste im Ausland, wie Focus [1] berichtet. Reding soll die Netzbetreiber aufgefordert haben, die entsprechenden Tarife entschieden zu senken. Zur Begründung sagte sie, die Gebühren für Kurznachrichten und Datenempfang stünden in keinem Verhältnis zu jenen Kosten, die dafür bei den Mobilfunkanbietern tatsächlich anfielen.
Sollten die Provider ihre Tarife nicht freiwillig senken, möchte die EU-Kommissarin offenbar selbst einschreiten. Für die Kosten bei Mobilfunk-Telefongesprächen aus dem Ausland will die Europäische Gemeinschaft noch in diesem Jahr eine Obergrenze einführen, die deutlich unter den heutigen Roaming-Gebühren liegen soll, wie Reding bereits Anfang des Monats [2] mitteilte. Bisher [3] haben die Mobilfunkanbieter allerdings nicht mit einer Preissenkung reagiert. (pek [4])
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[1] http://www.focus.de
[2] https://www.heise.de/news/EU-Kommissarin-kuendigt-Obergrenze-fuer-Roaming-Gebuehren-an-141137.html
[3] https://www.heise.de/news/Verbraucherverbaende-Mobilfunkbetreiber-senken-Roaming-Preise-nicht-148327.html
[4] mailto:pek@ct.de
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