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EU: E-Government mit Open Source

Oliver Diedrich

Auf Grundlage einer Studie empfiehlt die EuropÀische Kommission Behörden in Europa die gemeinsame Nutzung von Software auf Open-Source-Basis.

Auf Grundlage einer Studie [1] empfiehlt die EuropĂ€ische Kommission, Behörden in Europa sollten Software auf Open-Source-Basis gemeinsam nutzen. Nach den Ergebnissen der Studie wĂ€re es so möglich, die Kosten des E-Government zu senken und gleichzeitig die Effizienz zu steigern. FĂŒr dieses Jahr erwartet die EuropĂ€ische Kommission im Bereich E-Government Ausgaben von 6,6 Milliarden Euro.

Die Kommission hat dabei weniger die Verwendung bestehender Open-Source-Anwendungen im Blick, sondern die Wiederverwertung von Software, die im Behördenauftrag entwickelt wurde. Diese soll unter eine Open-Source-Lizenz gestellt und einer noch einzurichtenden Clearingstelle ĂŒbergeben werden. Hier könnte die Software den landesspezifischen sprachlichen und rechtlichen Gegebenheiten angepasst werden, sodass sich eine einmal entwickelte -- und bezahlte -- Software in mehreren LĂ€ndern nutzen ließe. Zudem soll diese Einrichtung zur Lösung von Haftungsfragen beitragen. Die vorgeschlagene Organisation solle aber nicht einfach nur Software in die entsprechenden KanĂ€le der europĂ€ischen Verwaltung schleusen, meint die EU-Kommission: "Sie sollte vielmehr Zugang zu Fachwissen und Erfahrungen bieten und zur Bildung einer Gemeinschaft von Entwicklern, Anwendern und politischen EntscheidungstrĂ€gern beitragen. Damit wird eine verstĂ€rkte Zusammenarbeit insbesondere bei der Entwicklung und Erprobung von Software ermöglicht." (odi [2])


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https://www.heise.de/-68755

Links in diesem Artikel:
[1] http://europa.eu.int/ISPO/ida/jsps/index.jsp?fuseAction=showDocument&parent=news&documentID=550
[2] mailto:odi@ix.de