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ESA-Sonde Rosetta: Komet hat sonnennÀchsten Punkt passiert

Komet 67P/Tschurjumow-Gerassimenko

(Bild: ESA/Rosetta/NAVCAM, CC BY-SA IGO 3.0)

Die Passage des sonnennĂ€chsten Punktes seiner Bahn hat 67P/Tschurjumow-Gerassimenko ohne grĂ¶ĂŸere SchĂ€den ĂŒberstanden. Doch erst in den kommenden Wochen wird sich der Komet richtig aufheizen.

Der Komet 67P/Tschurjumow-Gerassimenko ist unbeschadet an der Sonne vorbeigeflogen. Dampfend und staubend passierte er am Donnerstagmorgen um 4.03 Uhr den sonnennĂ€chsten Punkt seiner Bahn. "Es ist alles sehr glattgegangen, es war kein spektakulĂ€rer Vorbeiflug", sagte Paolo Ferri, der Bereichsleiter Satellitenbetrieb der EuropĂ€ischen Raumfahrtagentur Esa in Darmstadt. 67P/Tschurjumow-Gerassimenko sei rund 185 Millionen Kilometer von der Sonne entfernt, die Distanz vergrĂ¶ĂŸere sich in den kommenden Wochen nur sehr langsam.

Ein Komet aus der NĂ€he (0 Bilder) [1]

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In den vergangenen vier bis acht Wochen habe der Komet immer mehr Sonnenenergie getankt und viel Staub um sich gewirbelt. "Wir erwarten weitere Explosionen und Staubwirbel bis September", so Ferri. Dass dabei Teile des Kometen abbrechen, sei "nicht so wahrscheinlich", aber auch nicht auszuschließen. Im Herbst soll sich die Lage laut Esa beruhigen.

ESA-Mission Rosetta
ESA-Mission Rosetta

Rosetta war zehn Jahre zu dem Kometen 67P/Tschurjumow-Gerasimenko unterwegs. Die ESA-Sonde und der Lander Philae sollen den Himmelskörper aus dem Orbit und auf der OberflÀche erforschen.

Bis dahin begleitet und beobachtet die Sonde Rosetta die Staubschleuder zur Sicherheit aus einer Entfernung von 300 anstatt von 150 Kilometern. FĂŒr den auf 67P/Tschurjumow-Gerassimenko gelandeten Roboter Philae bedeutet dies, dass der Kontakt zwischen Sonde und Roboter vorerst unterbrochen bleibt. Die Suche nach dem Signal ist aufgrund des zu großen Sicherheitsabstandes bis auf Weiteres ausgesetzt. "Rosettas" vorrangige Aufgabe sei es, die maximale AktivitĂ€t des Kometen mit wissenschaftlichen Messungen und Bildern zu dokumentieren, erklĂ€rte Ferri.

Derzeit verliert "Tschuri" nach Angaben des Deutschen Zentrums fĂŒr Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln pro Sekunde einige hundert Kilogramm seiner Masse. Den bisher gewaltigsten beobachteten Gasausstrom von einigen Minuten Dauer fotografierte eine "Rosetta"-Kamera bereits am 29. Juli, wie das DLR und die Esa nun
berichteten. Dabei wurde Kometenmaterial mit hoher Geschwindigkeit in den Weltraum geschleudert.

Die Erde ist nur rund 150 Millionen Kilometer von der Sonne entfernt und hat damit einen kleineren Abstand zum Zentralgestirn als 67P/Tschurjumow-Gerassimenko . Dennoch wird es nach DLR-Angaben [8] auf dem Kometen wegen der fehlenden AtmosphĂ€re mit Temperaturen bis rund 80 Grad Celsius deutlich heißer als auf unserem Planeten. Die AktivitĂ€t des Kometen werde in den kommenden Tagen noch etwas zunehmen, sagte DLR-Kometenforscher Ekkehard KĂŒhrt. Das nĂ€chste Mal wird 67P/Tschurjumow-Gerassimenko den sonnennĂ€chsten Punkt seiner Bahn in etwa 6,5 Jahren passieren. (axk [9])


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[3] https://www.heise.de/news/ESA-Mission-Rosetta-Philae-bohrt-Kometen-an-2457235.html
[4] https://www.heise.de/news/ESA-Mission-Rosetta-Kometenlander-Philae-ist-wohlauf-und-in-schwieriger-Position-2456311.html
[5] https://www.heise.de/news/ESA-Raumsonde-Rosetta-Hallo-Komet-2287032.html
[6] https://www.heise.de/hintergrund/Rosetta-Grafik-2442805.html
[7] https://www.heise.de/news/ESA-Mission-Rosetta-Ein-Besuch-bei-der-ESA-2457075.html
[8] http://www.dlr.de/dlr/desktopdefault.aspx/tabid-10081/151_read-14456/#/gallery/20223
[9] mailto:axk@heise.de