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ESA: Rosetta soll lÀnger um Kometen kreisen und am Ende landen

Martin Holland
ESA: Rosetta

KĂŒnstlerische Darstellung Rosettas und ihres Kometen

(Bild: Spacecraft: ESA/ATG medialab; Comet image: ESA/Rosetta/NAVCAM)

Die Kometenmission Rosetta wurde von der ESA um ganze neun Monate verlÀngert. Wenn es der Sonde dann noch gut geht, soll sie sich im Herbst 2016 ihrem Kometen immer weiter annÀhern und wenn möglich am Ende sogar auf ihm landen.

ESA-Mission Rosetta
ESA-Mission Rosetta

Rosetta war zehn Jahre zu dem Kometen 67P/Tschurjumow-Gerasimenko unterwegs. Die ESA-Sonde und der Lander Philae sollen den Himmelskörper aus dem Orbit und auf der OberflÀche erforschen.

Die europĂ€ische Weltraumagentur ESA hat die Mission ihrer Kometensonde Rosetta um neun Monate verlĂ€ngert. Demnach soll sie ihren Kometen nun bis September 2016 umkreisen [6], sich am Ende immer weiter annĂ€hern und schließlich auf dem Himmelskörper aufsetzen. Wie die ESA gegenĂŒber heise online erklĂ€rte, ist die Sonde im Vergleich zum Kometen so langsam, dass man solch ein Manöver wagen könne. Es sei dann zwar sehr unwahrscheinlich, aber nicht einmal ausgeschlossen, dass die Sonde sogar von der OberflĂ€che aus noch zur Erde funkt.

Vor diesem letzten Manöver wollen die Wissenschaftler aber die abnehmende AktivitĂ€t des Kometen nutzen. Wenn er sich wieder von der Sonne entfernt, dĂŒrfte es in seiner nahen Umgebung wieder ruhiger und fĂŒr die ESA-Sonde ungefĂ€hrlicher werden. Dann kann sie sich wieder engere Orbits fliegen und auch nach einer visuellen BestĂ€tigung fĂŒr den inzwischen wiedergefundenen Lander Philae [7] suchen. Schließlich wollen die Forscher auch neue und potenziell gefĂ€hrlichere Analysen vornehmen. Wenn der Sonde Rosetta bei der KometenannĂ€herung [8] nichts passiert, könnten Daten aus grĂ¶ĂŸtmöglicher NĂ€he zum Kometen gewonnen werden. All die PlĂ€ne seien aber noch abhĂ€ngig vom Zustand der Sonde nach der grĂ¶ĂŸten AnnĂ€herung an die Sonne im August.

Aufnahmen von 67P/Tschurjumow-Gerassimenko (0 Bilder) [9]

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Wenn sich der Komet und die Sonde nach August 2015 wieder von der Sonne entfernt, können deren Solarpaneele immer weniger Energie umwandeln. Zum nun geplanten Missionsende werde dann irgendwann auch der Treibstoff fĂŒr die Korrekturmanöver zur Neige gehen. Deswegen wĂŒrde es nichts mehr bringen, die Sonde in einen erneuten Ruhezustand zu versetzen, bevor sie im Oktober 2016 von der Erde aus so nahe an der Sonne steht, dass die die Kommunikation massiv erschwert. Deshalb hat man sich wohl fĂŒr das gewagte Manöver entschieden. Zu verlieren hat die ESA angesichts der bereits ĂŒberaus erfolgreichen Mission nichts. (mho [11])


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-2722859

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[1] https://www.heise.de/news/ESA-Mission-Rosetta-Philae-bohrt-Kometen-an-2457235.html
[2] https://www.heise.de/news/ESA-Mission-Rosetta-Kometenlander-Philae-ist-wohlauf-und-in-schwieriger-Position-2456311.html
[3] https://www.heise.de/news/ESA-Raumsonde-Rosetta-Hallo-Komet-2287032.html
[4] https://www.heise.de/hintergrund/Rosetta-Grafik-2442805.html
[5] https://www.heise.de/news/ESA-Mission-Rosetta-Ein-Besuch-bei-der-ESA-2457075.html
[6] http://www.esa.int/Our_Activities/Space_Science/Rosetta/Rosetta_mission_extended
[7] https://www.heise.de/news/Hallo-vom-Kometen-Lander-Philae-meldet-sich-zurueck-2690194.html
[8] https://www.heise.de/news/ESA-Sonde-Rosetta-Orientierungsprobleme-bei-Kometen-Annaeherung-2595254.html
[9] https://www.heise.de/bilderstrecke/1393252.html?back=2722859;back=2722859
[10] https://www.heise.de/bilderstrecke/1393252.html?back=2722859;back=2722859
[11] mailto:mho@heise.de