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ESA-Abteilung für astronautische und robotische Exploration kommt nach Köln

Werner Pluta
Europäisches Astronautenzentrum (EAC) in Köln

Das Europäische Astronautenzentrum (EAC): europäische Kompetenz in der astronautischen und robotischen Exploration gestärkt

(Bild: DLR (CC-BY 3.0))

Die ESA baut ihren Standort in Köln aus: Das Direktorat für astronautische und robotische Exploration wird künftig seinen Sitz dort haben.

Robotische und bemannte europäische Raumfahrtmissionen werden künftig von Köln aus geleitet: Das Direktorat Human and Robotic Exploration (HRE) der Europäischen Raumfahrtagentur (European Space Agency, ESA) wird in einigen Jahren an den Rhein ziehen. Das haben das Land Nordrhein-Westfalen und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) bekannt gegeben.

"Die astronautische Raumfahrt und Exploration bekommt mit der vollständigen Verlagerung des entsprechenden ESA-Direktorats nach Köln eine neue gemeinsame Heimat in Deutschland" sagte DLR-Vorstand Walther Pelzer [1]. "So wird die europäische Kompetenz in der astronautischen und robotischen Exploration weiter gestärkt und die Voraussetzungen für künftige ESA-Missionen, Trainingsprogramme und die internationale Zusammenarbeit verbessert – ein wichtiges Zeichen kurz vor der ESA-Ministerratskonferenz, die nächste Woche in Bremen stattfindet."

Auf dem Gelände des DLR im Kölner Stadtteil Porz/Wahn wird für das ESA-Direktorat ein neues Gebäude gebaut. Dort befinden sich bereits das Europäische Astronautenzentrum (EAC) und die von DLR und ESA betriebene Mondsimulationshalle Luna, die heise online im Frühjahr besuchte [2]. Zudem betreibt das DLR in Porz/Wahn Forschungseinrichtungen in Raumfahrtmedizin und -physiologie. Durch den Neubau wird laut DLR ein Zentrum entstehen, das astronautische und robotische Forschung unter einem Dach vereint.

Die Finanzierung des Neubaus übernehmen die ESA und das Land Nordrhein-Westfalen. Die Planungs- und Bauphase beginnt Anfang 2026. In drei bis dreieinhalb Jahren soll das Gebäude fertig sein. Dann wird das HRE-Direktorat vollständig aus Noordwijk in den Niederlanden nach Köln umziehen.

Nach Angaben des Landes Nordrhein-Westfalen [3] werden dadurch in Köln 250 neue Arbeitsplätze entstehen. Damit werde die ESA ihre Mitarbeiterzahl in Köln fast verdreifachen, sagte Daniel Neuenschwander, ESA-Direktor für astronautische und robotische Exploration. "Das Europäische Astronautenzentrum wird zu unserem neuen Hauptstandort für die Explorationsaktivitäten der ESA werden."

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(wpl [5])


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https://www.heise.de/-11086867

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.dlr.de/de/aktuelles/nachrichten/2025/spacehub-cologne-wird-erweitert
[2] https://www.heise.de/hintergrund/Ein-Besuch-in-der-Koelner-Mondforschungshalle-von-DLR-und-ESA-10383728.html
[3] https://www.land.nrw/pressemitteilung/nordrhein-westfalen-staerkt-raumfahrtstandort-land-esa-und-dlr-unterzeichnen
[4] https://www.heise.de/newsletter/anmeldung.html?id=ki-update&wt_mc=intern.red.ho.ho_nl_ki.ho.markenbanner.markenbanner
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