ENISA rÀt: "Betrachten Sie alle PCs als infiziert"
Europas oberste Sicherheitsbehörde empfiehlt Banken, ihre Sicherheitsvorkehrungen darauf abzustimmen, dass die Rechner ihrer Kunden mit Online-Banking-Trojanern wie Zeus infiziert sind.
(Bild:Â Zeustracker)
Die European Network and information Security Agency (ENISA) rÀt Banken, besser davon auszugehen, dass die Rechner ihrer Kunden mit Online-Banking-Trojanern wie Zeus infiziert sind. Die Empfehlung findet sich in einer Analyse [1] der Konsequenzen der gezielten Attacken im Rahmen der Operation High Roller [2] und bezieht sich explizit auf die hier schon öfter zitierte Zeustracker-Statistik [3], nach der Antiviren-Software im Schnitt nur etwa 40 Prozent der Zeus-Trojaner erkennt.
Diesen Ratschlag weitet die Enisa auch auf die speziellen GerĂ€te fĂŒr sicheres Online-Banking aus. Viel zu oft arbeiten diese unter der Annahme, der PC des Kunden sei nicht infiziert. Doch: "angesichts des aktuellen Stands der PC-Sicherheit, ist diese Annahme gefĂ€hrlich" heiĂt es ungewöhnlich deutlich. Es genĂŒge nicht, eine Zwei-Faktor-Authentifizierung durchzufĂŒhren, die sich dann wieder durch Man-in-the-Browser-Angriffe austricksen lĂ€sst. Es sei vielmehr wichtig, bei Transaktionen Betrag und EmpfĂ€nger auf einem sicheren Kanal gegenzuchecken. Einen solchen sicheren Kanal können Smartcard Reader mit separatem Display oder Mobiltelefone beziehungsweise Smartphones darstellen. (ju [4])
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[1] http://www.enisa.europa.eu/media/press-releases/eu-cyber-security-agency-enisa-201chigh-roller201d-online-bank-robberies-reveal-security-gaps
[2] https://www.heise.de/news/Operation-High-Roller-Online-Banking-Betrug-im-ganz-grossen-Stil-1626317.html
[3] https://zeustracker.abuse.ch/statistic.php
[4] mailto:ju@ct.de
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