zurück zum Artikel

E-Plus-Mutter KPN erneuert Interesse an Übernahme von O2 Deutschland

Torge Löding

KPN-Finanzvorstand Maarten Hendersen hat sich zum ersten Mal zu einem möglichen Kaufpreis geäußert.

Der niederländische Telecom-Konzern KPN [1] -- Mutter des deutschen Mobilfunkers E-Plus -- ist weiterhin an einer Übernahme des Konkurrenten O2 [2] interessiert. Spekulationen über eine mögliche Fusion gab gestern KPN-Finanzchef Maarten Hendersen Vorschub, als er auf einer Konferenz vor Analysten sogar zu einem möglichen Kaufpreis äußerte. Den von Analysten für realistisch gehaltenen Kaufpreis zwischen 1 und 2 Milliarden Euro nannte er zu hoch. Alleine die Integration von O2 Deutschland würde etwa 1 Milliarde Euro kosten. Einen für KPN akzeptablen Preis nannte er indes nicht.

Bereits im März waren erste Überlegungen [3] seitens des KPN-Managements zur möglichen Übernahme von O2 laut geworden. Hintergrund dieser Überlegungen sind die Kundenzahlen in Deutschland: E-Plus konnte in letzter Zeit zwar auf 7,8 Millionen zulegen und hält damit einen Marktanteil von 12,6 Prozent. Experten gehen aber davon aus, dass E-Plus erst ab 11 Millionen Kunden profitabel sei. Die großen Konkurrenten T-Mobile und Vodafone teilen unterdessen 80 Prozent des deutschen Mobilfunkmarktes unter sich auf. O2 und E-Plus würden es zusammen auf einen Marktanteil von 20 Prozent bringen und so besser gegen die starke Konkurrenz gewappnet sein. (tol [4])


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-85237

Links in diesem Artikel:
[1] http://www.kpn.com
[2] http://www.heise.de/mobil/newsticker/data/jk-01.04.03-002/
[3] https://www.heise.de/news/KPN-hat-Interesse-an-Fusion-von-E-Plus-und-O2-75559.html
[4] mailto:tol@heise.de