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Dual-Core-Notebook mit Highend-Grafik

Dr. Jürgen Rink

Wenn Gewicht und Laufzeit keine Rolle spielen: Alienware stattet das Aurora m7700 mit einem AMD-Dual-Core-Prozessor aus, der eigentlich in Desktop-PCs gehört, inklusive zweier Festplatten und Highend-Grafik.

Alienware [1] hat mit dem Aurora m7700 das in Deutschland erste Notebook mit Dual-Core-Prozessor vorgestellt. Ähnlich wie bei Dell und faet kann sich der Kunde die Konfiguration seines Notebooks aus einer Vielzahl von Optionen aussuchen. Mit 17-Zoll-Display (1400 x 900), Nvidia GeForce Go6800, Single-Core-CPU AMD Athlon FX57, 256 MByte DDR2-Speicher und einer 60-GByte-Festplatte beginnen die Preise bei 2390 Euro, zuzüglich Versandkosten. Für die Edelausstattung mit höher auflösendem Display (1920x 1200), AMD Athlon 64 X2 und NVidia GeForce Go 7800GTX sowie zwei Notebook-Festplatten (maximal 240 GByte) gibt Alienware noch keine Preise bekannt.

Das Barebone stammt von Clevo [2] und wird von Alienware und Anbietern wie Amadeus, Bullman, faet oder Xeron schon seit längerem vertrieben. Das Aurora m7700 ist auf pure Rechen- und Grafikleistung getrimmt, mit allen bekannten Nachteilen: Laute Lüfter, kurze Laufzeit (vermutlich unter einer Stunde) und hohes Gewicht (über 5 kg). Dafür liegt es mit diesen AMD-CPUs und der schnellsten Notebook-Grafik GeForce Go 7800GTX [3] auf Augenhöhe mit Highend-PCs.

Als Gaming-Notebook eignet es sich, vorausgesetzt, die beiden eingesetzten 17-Zoll-Panels schalten schnell genug. Mit Dual-Core-CPU Athlon 64 X2 hat man zwar AMDs modernsten Desktop-Prozessor im Notebook, er bringt mangels dafür geeigneter Spiele aber keinen Performance-Vorteil gegenüber Single-Core Highend-CPUs. Als Zukunftsinvestition mag er für manche Anwenderkreise sinnvoll sein, weniger jedoch für Gamer: Spiele der nächsten oder übernächsten Generation mögen von Dual-Core-CPUs profitieren, werden aber die dann aktuellen Highend-Grafikkarten bis zum Anschlag ausreizen. Im Notebook dagegen muss man mit dem eingebauten Grafikchip auskommen. Die Stärke eines Dual-Core-Prozessors liegt zur Zeit darin, mehrere Ressourcen-hungrige Aufgaben parallel zügig zu bewältigen. (jr [4])


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-149619

Links in diesem Artikel:
[1] http://www.alienware.de
[2] http://www.clevo.com.tw/products/D900K.asp
[3] http://www.nvidia.de/page/mobile.html
[4] mailto:jr@ct.de