Dell offeriert 299-Euro-PC
Zu einem extrem günstigen Preis verkauft Dell in Deutschland den Dimension 1100 Basic mit Celeron-D-Prozessor, älterem Chipsatz und magerer Ausstattung.
Der PC-Weltmarktführer lockt Kunden mit aggressiven Preisen. Der mager ausgestattete Desktop-PC Dimension 1100 Basic [1] ist bei Internet-Bestellung schon ab 299 Euro zu haben -- noch einige Tage sogar ohne die bei Dell übliche Lieferpauschale von 75,40 Euro. Zurzeit verkauft kein anderer der großen PC-Markenhersteller ein Gerät zu diesem Preis.
Zum 300-Euro-Kampfpreis bekommt man den Dimension Basic 1100 allerdings nur dann, wenn man auf das Standard-At-Home-Service-Paket [2] (3 Jahre Garantie für knapp 209 Euro) verzichtet und sich mit einem Jahr Abhol-Reparatur-Service begnügt. Der Rechner ist dabei wirklich nur mit dem Nötigsten bestückt, was aber für Standard-Büroaufgaben völlig ausreichen dürfte: Der Celeron-D-325-Prozessor (2,53 GHz, FSB533) sitzt auf einem Micro-ATX-Mainboard mit dem zwei Jahre [3] alten, grafikfähigen Intel-Chipsatz 865GV, der sich nicht mit AGP [4]- oder PCIe [5]-Grafikkarten erweitern lässt. Insgesamt stehen für interne Erweiterungen lediglich drei PCI [6]-Slots zur Verfügung. Laut Dell sind die beiden Speicher-Steckplätze mit "256 MB Dual Channel DDR 400 Memory" bestückt -- weil aber in der Grundausstattung nur ein Modul zum Einsatz kommt, kann der Zweikanal-Betrieb nicht funktionieren. Als Speichergeräte stehen eine 80-GByte-Festplatte (7200 Umdrehungen) und ein DVD-CDRW-Kombo-Laufwerk bereit. Das Mainboard bietet außer den üblichen PS/2-, seriellen und parallelen Ports noch einen Stereo-Soundchip, sechs USB-2.0-Anschlüsse und einen 100-MBit-Netzwerk-Port. Das Micro-Tower-Gehäuse ist mit einem 250-Watt-Netzteil bestückt.
Dell packt noch eine Kugel-Maus und eine USB-Tastatur in den Karton und installiert Windows XP Home Edition mit Service Pack 2 auf die Festplatte, dazu noch das übliche Microsoft Works 7.0 und den Acrobat Reader 6.
Ein Diskettenlaufwerk, einen DVD-Brenner und manches andere Zubehör kann man optional ordern, was den Preis allerdings deutlich nach oben treibt; eine größere Festplatte ist aber beispielsweise ebensowenig zu bekommen wie eine Grafikkarte mit digitalem (DVI-)Port. Zur Lautstärke und zur Leistungsaufnahme des Computers macht Dell keine Angaben.
Wer einen solchen Marken-Komplettrechner mit eigenen Komponenten erweitern will, muss beachten, dass Service und Gewährleistung des Verkäufers nur für die ursprünglich erworbene Konfiguration gelten. Auch für andere Betriebssysteme als die vorinstallierte OEM-Version von Microsoft Windows XP gibt es keinen Support. (ciw [7])
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[1] http://www1.euro.dell.com/content/products/productdetails.aspx/dimen_1100
[2] http://www1.euro.dell.com/content/learnmore/learnmore.aspx?c=de&cs=dedhs1&l=de&s=dhs&~id=package_dimen&~lt=popup&~series=all&~tab=topic
[3] https://www.heise.de/news/Intels-neuer-Low-Cost-Chipsatz-fuer-Pentium-4-83609.html
[4] http://www.heise.de/glossar/entry/Accelerated-Graphics-Port-395642.html
[5] http://www.heise.de/glossar/entry/PCI-Express-395644.html
[6] http://www.heise.de/glossar/entry/Peripheral-Components-Interconnect-Local-Bus-395640.html
[7] mailto:ciw@ct.de
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