Datenpannen beim britischen MilitÀr und US-Kreditkartenunternehmen
In England sind persönliche Daten von 600.000 Rekruten in einem Laptop gestohlen worden. In den USA musste das Kreditkartenunternehmen GE Money den Verlust von 650.000 Kundendaten eingestehen, die beim Datensicherer Iron Mountain verloren gegeangen sind.
Die Meldungen ĂŒber Datenlecks in GroĂbritannien [1] reiĂen nicht ab: Nachdem erst im November die britische Steuerbehörde CDs mit Daten von 25 Millionen KindergeldempfĂ€ngern verloren hatte [2], musste nun das britische MilitĂ€r den Verlust persönlicher Daten von 600.000 Nachwuchssoldaten eingestehen. Ein Jungoffizier der Royal Navy hatte die Namen, Pass- und Versicherungsnummern sowie Angaben zum Familienstand von Rekruten und anderen MilitĂ€rdienstbewerbern auf seinem Laptop gespeichert und ĂŒber Nacht auf dem Beifahrersitz seines PKW liegen lassen. Am nĂ€chsten Morgen fand er den Wagen aufgebrochen vor und das Laptop war gestohlen. Dies passierte allerdings nicht in einer dĂŒsteren Seitengasse eines Londoner Vororts, sondern auf bewachtem MilitĂ€rgelĂ€nde. Wie der TĂ€ter das Notebook vom MilitĂ€rgelĂ€nde herunterschmuggeln konnte, ist bislang nicht geklĂ€rt.
Der Diebstahl ereignete sich bereits am 9. Januar, aus ermittlungstaktischen GrĂŒnden wurde die Ăffentlichkeit aber erst am gestrigen Freitag darĂŒber informiert. Unter den gestohlenen Daten befanden sich auch Informationen ĂŒber 3.500 Bankverbindungen. Die britischen Behörden haben die Betroffenen kurz nach dem Diebstahl informiert. Wegen der bereits vierte Datenpanne innerhalb weniger Monate steht die britische Regierung unter Gordon Brown wegen des schlampigen Umgangs mit sensiblen Daten unter groĂem Druck [3].
In den USA musste derweil das Kreditkartenunternehmen GE Money [4] den Verlust von 650.000 Kundendaten eingestehen. Die Kreditkarten- und Sozialversicherungsnummern waren auf einem Magnetband gespeichert und an das Datensicherungs- und -rettungsunternehmen Iron Mountain [5] geschickt worden, wo es verschwand. Iron Mountain sprach von einem "unvorteilhaften Fall eines verlegten Bandes". General Electric, der Mutterkonzern von GE Money, versucht seine Kunden derweil zu beschwichtigen, dass es bisher keine Hinweise auf einen Missbrauch der Daten gÀbe und dass selbst Experten die Daten aufgrund der besonderen Speicherart nur schwer entziffern könnten. Der Konzern schloss allerdings nicht aus, dass noch weitere Kunden von US-Einzelhandelsunternehmen von dem Diebstahl betroffen seien. (hag [6])
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[1] https://www.heise.de/news/In-Grossbritannien-reisst-die-Pannenserie-von-Datenverlusten-bei-Behoerden-nicht-ab-173642.html
[2] https://www.heise.de/news/Millionen-Briten-von-Datenpanne-betroffen-197858.html
[3] https://www.heise.de/news/aerzteverband-fordert-Konsequenzen-aus-britischer-Datenpannen-Serie-177139.html
[4] http://www.gemoney.com/
[5] http://www.ironmountain.com
[6] mailto:hag@ct.de
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