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Das komplizierte AuszÀhlverfahren zur Fusion von HP und Compaq

Das Abstimmungsergebnis der rund 900.000 HP-AktionĂ€re wird umstĂ€ndlich ermittelt und liegt deshalb frĂŒhestens in zwei Wochen vor.

Es kann noch mehrere Wochen [1] dauern, bis das endgĂŒltige Abstimmungsergebnis [2] der HP-AktionĂ€re zur Fusion ihres Unternehmens mit Compaq vorliegt. Ursache ist das komplizierte Abstimmungs- und AuswĂ€hlverfahren.

Über 900.000 AktionĂ€re besitzen rund 1,94 Milliarden HP-Anteilsscheine. Diese konnten schon vor dem Treffen am Dienstag per Briefwahl abstimmen. Dabei durften die AktionĂ€re beliebig oft ihre Meinung Ă€ndern und jeweils eine neue "Proxy Card" abschicken. GĂŒltig ist das letzte Votum eines AktionĂ€rs. "Wenn John Adams zehn Karten eingeschickt hat, sammeln wir alle auf einem Stapel, um zu sehen, wie er auf der letzten Karte gestimmt hat", erlĂ€uterte Michael Barbera von der Spezialfirma IVS Associates. IVS zĂ€hlt die Stimmen in ihren BĂŒros in Newark aus. "Das ist eine ziemlich langweilige und langwierige Angelegenheit."

IVS setzt 25 Mitarbeiter ein, um alle Stimmkarten per Hand auszuwerten. "Wir reden hier nicht von ausgestanzten Löchern", meinte Barbera in Anspielung auf die umstrittenen WĂ€hlmaschinen bei der US-PrĂ€sidentenwahl in Florida im Jahr 2000. Nach dem ersten ZĂ€hlgang wird von IVS ein vorlĂ€ufiges Ergebnis verkĂŒndet. Beide Seiten, die HP-FĂŒhrung und die Opposition, haben die Möglichkeit, die sortierten Stapel zu kontrollieren und die ZĂ€hlung in Frage zu stellen. In Streitfragen entscheiden Inspektoren von IVS. (dpa) / (anw [3])


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https://www.heise.de/-63309

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[1] https://www.heise.de/news/Abstimmungsergebnis-zu-HP-Compaq-Fusion-fruehestens-in-zwei-Wochen-62733.html
[2] https://www.heise.de/news/HP-beansprucht-Sieg-im-Kampf-um-umstrittene-Fusion-62998.html
[3] mailto:anw@heise.de