DDR4-RDIMM mit 16 GByte für Server
Samsung liefert nach eigenen Angaben Entwicklermuster von Registered DIMMs mit 16 GByte DDR4-SDRAM und vermutlich auch zusätzlicher Kapazität für ECC an Server-Hersteller aus.
Samsung liefert Entwicklermuster eines Registered DIMM mit 16 GByte DDR4-SDRAM an Hersteller von Server und Prozessoren aus. Damit unterstreicht der DRAM-Marktführer, dass er sich weiter [1] auf die Einführung des DDR3-Nachfolgers vorbereitet. DDR4 verspricht – wie üblich beim DDR-Generationswechsel – höhere Taktfrequenzen als DDR3-SDRAM bei gleichzeitig sinkender Leistungsaufnahme, aber auch einige Zusatzfunktionen [2].
Samsung erwartet 2013 die ersten Server-Plattformen, die DDR4-SDRAM als Hauptspeicher nutzen. Das deutet [3] darauf hin, dass Intel bestimmte Xeon-Versionen mit einer Mikroarchitektur der Haswell-Generation mit DDR4-tauglichen Speicher-Controllern bestückt. Wie seit einigen Jahren üblich, führt Intel beim Umstieg auf neue Speichertypen für PCs und Server. Dabei versuchen die DRAM- und CPU-Hersteller ihre Anstrengungen zu synchronisieren, um Angebot und Nachfrage im Gleichgewicht zu halten: Die Speicherchiphersteller hoffen auf hohe Nachfrage, um ihre Entwicklungskosten wieder einzufahren, doch AMD und Intel fürchten eine Verknappung, die die Preise hochtreibt und die Auslieferung der neuen Chip-Generationen bremsten könnte.
Die DDR4-Entwicklermuster bestückt Samsung noch mit SDRAMs aus einem Fertigungsprozess der "30-Nanometer-Klasse [4]" – präzisere Angaben veröffentlicht Samsung nicht mehr. Künftig sollen die DDR4-Chips aber wie jetzt schon einige DDR3-Produkte aus der Fertigung der 20-nm-Klasse [5] kommen. 2013 will Samsung die DDR4-Massenfertigung starten und verspricht auch 32-GByte-Module für Server. Eine DDR4-Spezifikation des Industriegremiums JEDEC steht aber noch aus. Skeptiker erwarten den Einsatz von DDR4-Speicherchips ohnehin erst 2014 [6].
16-GByte-RDIMMs sind in DDR3-Ausführung Standardprodukte. Es gibt sie auch in der voll gepufferten Ausführung als Load-Reduced-(LR-)DIMMs, wobei sich letztere eigentlich erst in den 32-GByte-Ausführungen empfehlen: Sie bringen im Vergleich zu RDIMMs zusätzliche Latenzen ins Spiel, weshalb sich ihr Einsatz nur lohnt, wenn die Vorteile des größeren RAM diesen Nachteil ausgleichen. 32-GByte-LR-DIMMs sind aber noch recht teuer mit Preisen deutlich oberhalb [7] von 1500 Euro, jedenfalls in der Ausführung DDR3-1333 (PC3-10600L). LR-DIMMs sind oft auch mit sparsameren 1,35-Volt-Chips des Typs DDR3L [8] bestückt. (ciw [9])
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[1] https://www.heise.de/news/Prototypen-von-DDR4-Speichermodulen-produziert-1164715.html
[2] https://www.heise.de/news/Ein-paar-technische-Details-zu-DDR4-SDRAM-1328771.html
[3] https://www.heise.de/news/Mehr-Unterstuetzung-fuer-DDR4-SDRAM-und-Hybrid-Memory-Cube-1574434.html
[4] https://www.heise.de/news/DDR3-Chips-der-30-nm-Klasse-1042927.html
[5] https://www.heise.de/news/Mobil-DRAM-LPDDR3-Spezifikation-und-4-Gigabit-Chips-1579014.html
[6] https://www.heise.de/news/DDR4-SDRAM-wird-erst-ab-2014-erwartet-1269391.html
[7] http://www.compuram.de/arbeitsspeicher,Dell,Server,PowerEdge,R620.htm
[8] https://www.heise.de/news/Spezifikation-fuer-sparsamere-DDR3-Speicherchips-1046060.html
[9] mailto:ciw@ct.de
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