Corona: Angestellte dĂŒrfen Fabriken in Shenzhen eine Woche lang nicht verlassen
(Bild: Yung Chi Wai Derek/Shutterstock.com)
Nachdem die Wirtschaftsmetropole Shenzhen an einem Tag 21 CoronafĂ€lle registriert hat, werden Fabriken abgeriegelt. Angestellte mĂŒssen auf dem GelĂ€nde bleiben.
Im Kampf gegen einen neuen Coronaausbruch dĂŒrfen die Angestellten der 100 gröĂten Unternehmen in der chinesischen Wirtschaftsmetropole Shenzhen ihre ArbeitsstĂ€tte fĂŒr eine Woche nicht verlassen. Konzerne wie Foxconn [1], Huawei, ZTE und DJI seien angewiesen worden, in den sogenannten Betriebsmodus "Closed-Loop" zu wechseln, berichtet die South China Morning Post aus Hongkong.
Angestellte dĂŒrfen dabei so wenig Kontakt wie möglich zur AuĂenwelt haben und mĂŒssen fĂŒr die Geltungszeit auf dem jeweiligen FirmengelĂ€nde leben. Damit soll Covid-19 eingedĂ€mmt werden, ohne dass die Produktion komplett gestoppt werden muss. Das Vorgehen erinnert an das FrĂŒhjahr, als es in mehreren chinesischen Metropolen Lockdowns gab, um Corona einzudĂ€mmen.
Bewegungsfreiheit wieder eingeschrÀnkt
Die Neuregelung wurde dem Bericht zufolge [2] am Sonntag umgesetzt und gilt fĂŒr sieben Tage. Vorausgegangen seien dem 21 neue Coronainfektionen am Sonntag, nach 19 am Samstag. Angesichts von 17 Millionen Einwohnern in der rasant wachsenden Metropole sind die Zahlen im internationalen Vergleich damit weiterhin gering, aber die Volksrepublik hĂ€lt auch mehr als zwei Jahre nach Beginn der Pandemie an der Zero-Covid-Strategie fest. Laut Reuters [3] wurde ĂŒber Shenzhen bislang kein Lockdown verhĂ€ngt, aber bestimmte Wohn- und andere GebĂ€ude seien geschlossen worden. AuĂerdem sei in vielen BĂŒros, Restaurants und öffentlichen PlĂ€tzen ein Nachweis fĂŒr einen negativen Coronatest nötig, der weniger als 24 Stunden alt ist.
Angesichts eines Coronaausbruchs war Shenzhen erst im MĂ€rz abgeriegelt worden [4], Firmen und Produktionsstandorte hatten damals schlieĂen mĂŒssen. Die Bevölkerung wurde mehrmals getestet, die meisten mussten zuhause bleiben. Lediglich einer Person aus jedem Haushalt war es erlaubt worden, alle paar Tage das Nötigste einzukaufen. Auch in China wĂ€chst seitdem die Kritik an dem strikten Vorgehen gegen Covid-19 [5], das in immer stĂ€rkerem Kontrast zum Rest der Welt steht, wo die meisten Vorgaben lĂ€ngst weggefallen sind. Die RĂŒckkehr zu abgeriegelten Fabriken in Shenzhen weckt jetzt BefĂŒrchtungen, dass erneut strikte Lockdowns drohen. Ein weitgehendes Herunterfahren der Wirtschaftsmetropole dĂŒrfte einmal mehr auch globale Folgen haben.
(mho [7])
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[1] https://www.heise.de/news/iPhone-Produzent-Foxconn-Zurueck-in-den-Corona-Modus-7189844.html
[2] https://www.scmp.com/tech/tech-trends/article/3186538/chinese-manufacturers-shenzhen-including-huawei-and-smic-go-under
[3] https://www.reuters.com/world/china/china-puts-iphone-maker-cnooc-into-shenzhen-closed-loop-battle-covid-bloomberg-2022-07-25/
[4] https://www.heise.de/news/Covid-Lockdown-in-Shenzen-Foxconn-und-Dutzende-Firmen-stellen-Produktion-ein-6548404.html
[5] https://www.heise.de/news/Corona-Lockdown-in-Shanghai-nach-zwei-Monaten-vor-dem-Ende-7125551.html
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