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Compaq mit starkem Umsatzrückgang

Jürgen Kuri

Der Compaq-Chef Capellas zeigte sich zuversichtlich, dass die Fusion mit Hewlett-Packard in den nächsten Wochen zügig über die Bühne geht.

Compaq [1], nach der Bekanntgabe des Abstimmungsergebnisses der HP-Aktionäre [2] zur Fusion mit Compaq wohl bald kein selbstständiges Unternehmen mehr, hat im ersten Quartal 2002 einen kräftigen Umsatzrückgang und einen leichten Gewinn verbucht. Der Quartalsumsatz des PC- und Serverherstellers fiel gegenüber der Vorjahresvergleichszeit um 16 Prozent auf 7,7 Milliarden US-Dollar. Compaq verbuchte einen Gewinn von 44 Millionen US-Dollar (3 US-Cents pro Aktie) oder gegenüber roten Zahlen von 131 Millionen US-Dollar in den ersten drei Monaten 2001.

Klammert man fusionsbedingte Kosten aus, dann betrug der Quartalsgewinn 4 US-Cent je Aktie. Damit konnte Compaq die Wall-Street-Gewinnerwartungen von einem US-Cent je Aktie übertreffen. Compaq verbuchte bei Dienstleistungen einen operativen Gewinn von 229 Millionen US-Dollar. Es gab hier nur einen leichten Umsatzrückgang von drei Prozent auf 1,9 Milliarden US-Dollar -- damit bringt das Dienstleistungsgeschäft bereits 24 Prozent des Gesamtumsatzes.

Compaq-Chef Michael Capellas verwies auf das weiterhin schwierige Umfeld. Compaq habe aber trotzdem Kunden gewinnen und in Schlüsselmärkten zulegen können. Capellas zeigte sich zudem zuversichtlich, dass die juristischen Hürden [3] im Sinne der Fusionsbefürworter überwunden würden. Er erwarte, dass die Fusion mit Hewlett-Packard in wenigen Wochen abgeschlossen sei. (jk [4])


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https://www.heise.de/-61755

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[1] http://www.compaq.com
[2] https://www.heise.de/news/HP-Aktionaere-stimmen-mit-knapper-Mehrheit-fuer-Fusion-mit-Compaq-61399.html
[3] https://www.heise.de/news/Rechtsstreit-ueber-HP-Compaq-Fusion-wird-verhandelt-59040.html
[4] mailto:jk@heise.de