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Comcast klagt gegen Regulierer-Rüge wegen P2P-Blockade

Andreas Wilkens

Der US-Kabelnetzbetreiber ist gegen die Entscheidung der Federal Communications Commission, nach der Comcast unzulässigerweise Filesharing-Datenverkehr behindert hat, vor ein US-Bundesgericht gegangen.

Der US-amerikanische Kabelnetzbetreiber Comcast [1] lässt eine Rüge der Regulierungsbehörde Federal Communications Commission (FCC [2]) nicht auf sich beruhen und ist vor Gericht gegangen. Vor dem Bezirksgericht im District of Columbia will Comcast eine Aufhebung der Entscheidung [3] der FCC vom 1. August erreichen, nach der Comcast durch Ausbremsen und die Blockade des Filesharing-Programms BitTorrent gegen die Prinzipien zur Verpflichtung auf die Netzneutralität verstoßen hat, berichtet [4] der Philadelphia Inquirer.

Comcast begründet seinen Einspruch laut dem Bericht damit, dass die FCC nicht auf Basis bestehender Gesetze gehandelt, sondern mit ihrer Entscheidung erst Regeln geschaffen habe. Der FCC-Vorsitzende Kevin Martin zeigte sich enttäuscht von Comcasts Vorgehen. Als der Kabelnetzbetreiber 2005 zusammen mit Time Warner Adelphia übernommen [5] hatte, habe er gegenüber der FCC zugesichert, den Datenverkehr nicht zu blockieren oder zu drosseln. (anw [6])


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-203366

Links in diesem Artikel:
[1] http://www.comcast.com
[2] http://www.fcc.gov
[3] https://www.heise.de/news/US-Regulierer-mahnt-Comcast-wegen-Filesharing-Blockade-ab-192219.html
[4] http://www.philly.com/philly/business/20080905_Comcast_appeals_FCC_order_on_Internet_traffic.html
[5] https://www.heise.de/news/Adelphia-uebernahme-durch-Time-Warner-und-Comcast-in-trockenen-Tuechern-155263.html
[6] mailto:anw@heise.de