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Cisco kontra iPhone - diesmal technisch

Reiko Kaps

Ein Fehler in der WLAN-Installation der US-amerikanischen Duke University hat zahlreiche Access Points der Hochschule zeitweilig lahm gelegt: Tausende ARP-Anfragen von Apples neuem Mobiltelefon hatten das Cisco-Funknetz überschwemmt.

Von Apples iPhone aufgebaute WLAN-Verbindungen haben zahlreiche Cisco-Access-Points an der Duke University [1] in Durham (USA) zeitweilig aus dem Tritt gebracht. Nach Berichten von US-Medien überschwemmten [2] die WLAN-tauglichen Mobil-Telefone das Funknetz der Universität mit ARP [3]-Anfragen. Die Geräte suchten danach bis zu 18.000 mal in der Sekunde nach einer Hardware-Adresse, die im Funknetz der Universität jedoch ungültig ist. Da die Geräte keine Anwort erhielten, wiederholten sie die Anfragen periodisch. Der dadurch erzeugte starke Netzwerkverkehr (bis zu 10 MBit/s) blockierte Dutzende Access Points [4] des Campus-Netzes, die laut des Rechenzentrum-Mitarbeiters Kevin Miller bis zu 15 Minuten nicht erreichbar waren.

Laut einer Mitteilung [5] der Universität vom vergangenen Freitag lag das Problem bei Cisco: Ein Update habe das WLAN-Problem beseitigt. Frühere Berichte, die das Problem im Apple-Telefon vermuteten, seien demnach falsch. Das Rechenzentrum der Universität will den Vorfall vollständig untersuchen und seine Ergebnisse alsbald veröffentlichen.

Siehe dazu:

(rek [7])


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-154067

Links in diesem Artikel:
[1] http://www.duke.edu/
[2] http://www.networkworld.com/news/2007/071607-duke-iphone.html
[3] http://www.heise.de/glossar/entry/Address-Resolution-Protocol-398343.html
[4] http://www.heise.de/glossar/entry/Access-Point-395456.html
[5] http://www.oit.duke.edu/news/gen-announce/iphone.html
[6] https://www.heise.de/news/Cisco-und-Apple-legen-iPhone-Namensstreit-bei-148932.html
[7] mailto:rek@ct.de