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China will Kampf gegen illegale Software-Kopien verstÀrken

Peter-Michael Ziegler

Bis 2010 soll der Umsatz des chinesischen Software-Marktes auf 100 Milliarden Euro ansteigen - den Schutz geistigen Eigentums nimmt die Regierung in Peking deshalb zunehmend ernst.

Die chinesische Regierung will die Herstellung und Verbreitung illegaler Software-Kopien stĂ€rker bekĂ€mpfen. Nach Angaben des China Internet Information Center (CIIC [1]) kooperiert das Staatliche Amt fĂŒr Urheberrecht kĂŒnftig enger mit anderen zustĂ€ndigen Behörden, um den Schutz des geistigen Eigentums zu verbessern. Der stellvertretende Minister des chinesischen Ministeriums fĂŒr Informationsindustrie, Lou Qinjian, erklĂ€rte auf einer Konferenz im ostchinesischen Hangzhou, der Umsatz des chinesischen Software-Marktes werde jĂ€hrlich um rund 30 Prozent steigen und im Jahr 2010 1 Billion Yuan (100 Milliarden Euro) erreichen.

Im Sommer hatte die Regierung in Peking bereits neue Direktiven [2] erlassen, um VerstĂ¶ĂŸe gegen das Urheberrecht einzudĂ€mmen. So dĂŒrfen Internet-Nutzer inzwischen nur noch dann Material (Programme, Texte, Musik, Videos) zum Download anbieten, wenn sie dafĂŒr eine Genehmigung beim Rechteinhaber eingeholt und gegebenenfalls eine LizenzgebĂŒhr bezahlt haben. Zudem wurde die Produktion, Einfuhr und Auslieferung von Hard- und Software verboten, mit der sich Kopierschutz-Techniken aushebeln lassen. Illegal kopierte Programme sollen derzeit rund ein Viertel des gesamten chinesischen Software-Handelsvolumens ausmachen. (pmz [3])


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-129420

Links in diesem Artikel:
[1] http://german.china.org.cn/politics/china/txt/2006-12/26/content_7559446.htm
[2] https://www.heise.de/news/China-erlaesst-Anti-Raubkopie-Direktiven-128224.html
[3] mailto:pmz@ct.de