Chemie-Nobelpreis für Kryo-Elektronenmikroskopie
Darstellung des Zika-Viruses.
(Bild: The Royal Swedish Academy of Sciences)
Drei Wissenschaftler – darunter ein gebürtiger Deutscher – bekommen den diesjährigen Chemie-Nobelpreis für die Darstellung einzelner Biomoleküle.
Der Nobelpreis für Chemie geht dieses Jahr an den Schweizer Jacques Dubochet, den Briten Richard Henderson und den Deutsch-Amerikaner Joachim Frank für die Entwicklung des Kryo-Elektronenmikroskop für die hochaufgelöste Darstellung von Biomolekülen in Lösungen, gab die königlich schwedische Akademie der Wissenschaften bekannt [1]. Die Wissenschaftler hätten die Biochemie in eine neue Ära überführt, indem sie es so einfach wie nie zuvor gemacht haben, Bilder von Biomolekülen anzufertigen.
Bei der Kryo-Elektronenmikroskopie wird aus vielen zweidimensionalen Projektionsbildern, die aus verschiedenen Richtungen aufgenommen werden, die dreidimensionale Struktur des untersuchten Objektes rekonstruiert. Die drei teilen sich den Preis von 9 Millionen schwedischen Kronen, umgerechnet gut 940.000 Euro. Der Preis wird am 10. Dezember in Stockholm überreicht.
Bereits vergebene Nobelpreise:
- Nobelpreis für Medizin für Erforschung der inneren Uhr [2]
- Physik-Nobelpreis für Nachweis von Gravitationswellen [3]
(anw [4])
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[1] https://www.nobelprize.org/nobel_prizes/chemistry/laureates/2017/press.html
[2] https://www.heise.de/news/Nobelpreis-fuer-Medizin-fuer-Erforschung-der-inneren-Uhr-3848526.html
[3] https://www.heise.de/news/Physik-Nobelpreis-fuer-Nachweis-von-Gravitationswellen-3849104.html
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