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Celeron mit 1,7 GHz und Pentium-4-Kern

Christof Windeck

In Intels Einsteiger-Prozessor Celeron zieht die Technik des Pentium 4 ein: Die Celerons mit 1,7 und 1,8 GHz enthalten eine abgespeckte Version des älteren Willamette-Kerns.

In Intels Einsteiger-Prozessor Celeron zieht die Technik des Pentium 4 ein: Die neuen Celerons mit 1,7 und 1,8 GHz enthalten eine abgespeckte Version des älteren Willamette [1]-Kerns mit nur halb so viel L2-Cache.

Der Pentium III und die davon abgeleiteten Celeron-Varianten dominieren den Markt der Bürorechner. Als wahrscheinlich letzten Vertreter dieser Baureihe bringt Intel heute den Celeron 1,4 GHz mit Tualatin-Kern heraus.

Den Erfolg im wichtigen Corporate-PC-Segment verdankt Intel auch den zahlreichen Versionen der grafikfähigen Chipsätze i810 und i815 [2] für die Sockel-370-Prozessoren. Sehr bald will Intel auch neue grafikfähige Versionen der i845-Chipsätze herausbringen. Mainboardfirmen wie Epox (EP-4G4A [3]) oder MSI (MS-6534 [4]) haben entsprechende Produkte für Pentium-4- und Celeron-Prozessoren im Sockel-478-Gehäuse bereits angekündigt.

Die neuen Celeron-Versionen stellt Intel in 0,18-µm-Technik her; der Willamette-Kern kann aber statt wie beim Pentium 4 auf 256 KByte L2-Cache nur auf 128 KByte des schnellen Pufferspeichers zugreifen. Das bremst die sehr günstig angebotenen Celerons deutlich aus.

Beim BAPCo SYSmark 2001 ist der 1,7-GHz-Celeron nur wenig schneller als sein Vorgänger mit Tualatin-Kern und 1,3 GHz [5]. Lediglich beim 3DMark2001 bringen die NetBurst-Architektur des Pentium 4 und die hohe Taktfrequenz sehr deutliche Vorteile im Vergleich zum 1,3-GHz-Celeron. Bei Quake 3 ist allerdings der Vorgänger schneller.

Die relativ schwache Rechenleistung der neuen Celerons stellt aus Intels Sicht keinen gravierenden Nachteil dar. Diese Prozessoren sind als kostengünstiger Einstieg in die Pentium-4-Technik gedacht. Besonders interessant sind dabei die Funktionen der neuen i845-Chipsatzversionen wie die leistungsfähigere eingebaute Grafik oder der USB-2.0-Controller.

Schon vor zwei Wochen [6] hatte der Versandhändler Alternate Preise der neuen Celerons bekannt gegeben, die Seite dann aber wieder vom Netz genommen. Am Montag gab Intel Preissenkungen [7] der bisherigen Celeron-Modelle bekannt. Die neuen Celerons schließen nahtlos an diese Kampfpreise an: Mit 83 US-Dollar ist der 1,7-GHz-Willamette-Celeron für Großhändler sogar etwas preiswerter als der 1,4-GHz-Tualatin-Typ, der 89 US-Dollar kostet.

Bereits am Montag hatte der MediaMarkt [8], der wie Saturn [9] zur Metro AG [10] gehört, in Zeitungsbeilagen einen 1,7-GHz-Celeron-PC in der WM-Edition für 999 Euro angeboten.

Detaillierte Informationen zu den neuen Celerons lesen Sie ab Seite 76 in c't 11/2002, die am kommenden Dienstag an den Kiosk kommt. (ciw [11])


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[1] https://www.heise.de/news/Intel-praesentiert-den-neuen-Pentium-4-AMD-den-Athlon-XP-2000-Update-54746.html
[2] https://www.heise.de/news/Neuer-Intel-Chipsatz-mit-AGP-4X-und-PC133-26180.html
[3] http://www.elito-epox.com/produkte/produkt.asp?ProduktID=183&Par1=Mainboards
[4] http://www.msi-technology.de/produkte/main.php3?Prod_id=215
[5] https://www.heise.de/news/Intels-Celeron-jetzt-mit-1-3-GHz-54379.html
[6] https://www.heise.de/news/Celerons-mit-1-4-1-7-und-1-8-GHz-57047.html
[7] https://www.heise.de/news/Intel-verbilligt-Einsteiger-Prozessor-59107.html
[8] http://www.mediamarkt.de/
[9] http://www.metro.de/servlet/PB/menu/1001976_l1/index.html
[10] http://www.metro.de/
[11] mailto:ciw@ct.de