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Bush beruft Konservativen zum Telecom-Chefregulierer

Torge Löding

VerbraucherschĂŒtzer kritisieren die angeblich zu unternehmensfreundliche Linie der Federal Communications Commission.

US-PrĂ€sident George W. Bush hat den Republikaner Kevin Martin (38) zum neuen Chef der Regulierungsbehörde Federal Communications Commission (FCC [1]) berufen. Der ehemalige AStA-Vorsitzende der University of North Carolina Martin sitzt seit 2001 in der FCC und gilt in den USA als treuer AnhĂ€nger der Politik der Bush-Regierung -- genau wie seine Ehefrau Catherine, die als Beraterin fĂŒr den Vize-PrĂ€sidenten Dick Cheney arbeitet. Durch die Berufung eines aktiven FCC-Kommissars an die Spitze der Behörde spart sich Bush die Anhörungen im Senat, die fĂŒr die Ernennung eines Externen notwendig geworden wĂ€ren. Martins VorgĂ€nger Michael Powell, Sohn des ehemaligen US-Außenministers Colin Powell, scheidet nach Ablauf der regulĂ€ren Amtszeit aus.

Martins NachrĂŒcker muss indes vom Senat bestĂ€tigt werden, er wird dann zwischen zwei Vertretern der Demokratischen Partei und zwei Republikanern Platz nehmen. Kritiker haben bereits bemĂ€ngelt, dass Martin den sehr unternehmensfreundlichen Kurs der FCC unter seinem VorgĂ€nger fortsetzen werde. Besonders stark kommt dieser Vorwurf von Verbraucherseite. Gene Kimmelmann von der Consumers Union [2], hatte sich in der Vergangenheit hĂ€ufig mit Powell auf Grund der FCC-Linie gestritten. "Martin und Powell vertreten die gleiche Weltanschauung, in der Verbraucherinteressen nicht die wichtigste Rolle spielen", zitieren ihn US-Medien. (tol [3])


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https://www.heise.de/-145582

Links in diesem Artikel:
[1] http://www.fcc.gov
[2] http://www.consumersunion.org/
[3] mailto:tol@heise.de