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Bundeskartellamt: BMW, Daimler und Audi dürfen Nokia-Kartendienst Here übernehmen

Andreas Wilkens
Mann in Auto

Das Bundeskartellamt prüfte die Übernahme auch vor der Perspektive der "Mobilität der Zukunft" wie dem autonomen Fahren

(Bild: Daimler)

Die drei Autohersteller dürfen im Konsortium Nokias Kartendienst übernehmen, denn andere Autohersteller haben eine Alternative: TomTom.

BMW, Daimler und Audi dürfen den Nokia-Kartendienst Here übernehmen. Das hat das Bundeskartellamt entschieden [1]. Andere Autohersteller würden nicht davon ausgeschlossen, digitale Karten zu beziehen. Here, TomTom und Google seien die einzigen Unternehmen, die digitale navigationsfähige Daten für Europa anbieten. Zwar sei Google kein potenzieller Datenlieferant, aber TomTom. Das niederländische Unternehmen sei auch künftig nicht gehindert, seine Produkte an sonstige Autohersteller zu vertreiben, heißt es in einer Mitteilung der Wettbewerbshüter.

Die drei deutschen Autohersteller hatten im August den Zuschlag für Nokias Kartendienst [2] bekommen. Zusammen zahlen sie dafür 2,8 Milliarden Euro. Für das Bundeskartellamt war auch wichtig, dass andere Autohersteller Zugang zu digitalen Kartendaten haben vor dem Hintergrund, dass sie autonome Autos entwickeln. Es entschied, dass die Autohersteller – "bei Einsatz entsprechender Sensoren in ihren Fahrzeugen" – ebenfalls zusammen mit TomTom die das autonome Fahren entwickeln können. (anw [3])


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-2838286

Links in diesem Artikel:
[1] http://www.bundeskartellamt.de/SharedDocs/Meldung/DE/Pressemitteilungen/2015/06_10_2015_HERE.html
[2] https://www.heise.de/news/Deutsche-Autokonzerne-kaufen-Nokias-Kartendienst-Here-2767102.html
[3] mailto:anw@heise.de