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Blade-Server mit vier Prozessoren

Christof Windeck

Nach Hewlett-Packard kündigt nun auch IBM hoch integrierte Einschub-Server mit vier Intel-Xeon-MP-Prozessoren an.

Ein Jahr nach Hewlett-Packard [1] kündigt nun auch IBM [2] hoch integrierte Einschub-Server mit vier Intel-Xeon-MP [3]-Prozessoren an. Ab Februar will IBM die HS40-Einschübe mit vier Intel Xeon MP 2,80 GHz und bis zu 16 GByte RAM ausliefern; erst dann will das Unternehmen auch Preise nennen. Die HS40-Blades lassen sich mit den bereits seit über einem Jahr lieferbaren HS20 [4]- (Dual Xeon DP [5]) und JS20 [6]-Einschüben (Dual PowerPC 970 [7]) in der gleichen Grundeinheit IBM eServer BladeCenter [8] mischen. Die Bezeichnung Blade (englisch für "Klinge") kommt daher, dass die einzelnen Server hochkant in der Basiseinheit stecken, ähnlich wie Messer in einem Messerblock.

Von den HS20- oder JS20-Blades passen jeweils 14 in ein sieben Rack-Höheneinheiten hohes BladeCenter-Chassis, von denen wiederum sechs in eines der typischen, rund zwei Meter hohen 42-HE-Racks passen. So packt IBM bis zu 168 Xeon-DP- oder PowerPC-970-Prozessoren in ein Rack, während mit herkömmlichen Dual-Servern in 1-HE-Gehäusen nur die Hälfte möglich wären. Von den HS40-Einschüben nimmt ein BladeCenter-Chassis jeweils sieben auf, die CPU-Packungsdichte bleibt also gleich. Der Vorteil liegt vor allem in dem höheren Leistungspotenzial der Vier-Wege-Server.

IBM betont, dass beim ProLiant BP p-Class [9] von Hewlett-Packard wesentlich weniger Prozessoren in einen Schrank passen. Nur zwei der Quad-Xeon-MP-Server BL40p [10] nimmt eines der 6-HE-Chassis [11] auf und zusätzlich wird ein separater 3-HE-Einschub zur Stromversorgung [12] von bis zu drei Chassis benötigt. In den sechs Blade-Chassis pro Rack lassen sich deshalb maximal 96 Prozessoren (mit den Dual-Servern BL20p) oder 48 Prozessoren (mit den BL40p) unterbringen.

Wer wesentlich mehr als 168 Prozessoren oder mehr einzelne Server in einem 19-Zoll-Rack unterbringen möchte, muss zu Blades mit Strom sparenden, aber auch weniger leistungsfähigen Prozessoren greifen. Firmen wie RLX Technologies [13] oder Fujitsu-Siemens [14] quetschen 336 Single- oder 280 Dual-CPU-Einschübe in einen Schrank, wobei Low-Voltage-Prozessoren von Intel und Transmeta zum Einsatz kommen. Nexcom [15] integriert bis zu 200 Low-Voltage-Xeons [16] (mit 2,4 GHz) auf Dual-Servern, Appro kann in dem HyperBlade B121H [17] 160 Opterons in einem Rack anbieten, RackSaver kommt beim BladeRack Megadense [18] auf 176. (ciw [19])


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https://www.heise.de/-91247

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[1] https://www.heise.de/news/HP-Server-Blades-mit-zwei-oder-vier-Xeons-73333.html
[2] http://www.ibm.de/
[3] http://developer.intel.com/design/xeon/xeonmp/prodbref/
[4] https://www.heise.de/news/IBMs-dicke-Blade-Server-64805.html
[5] http://developer.intel.com/design/Xeon/prodbref/
[6] https://www.heise.de/news/Mehr-Details-zu-den-PowerPC-Blade-Servern-von-IBM-88889.html
[7] http://www-306.ibm.com/chips/techlib/techlib.nsf/products/PowerPC_970_Microprocessor
[8] http://www-1.ibm.com/servers/eserver/bladecenter/
[9] http://h18004.www1.hp.com/products/servers/proliant-bl/p-class/index.html
[10] http://h18004.www1.hp.com/products/servers/proliant-bl/p-class/40p/index.html
[11] http://h18004.www1.hp.com/products/servers/proliant-bl/p-class/enclosure.html
[12] http://h18004.www1.hp.com/products/servers/proliant-bl/p-class/powerenclosure.html
[13] http://www.rlx.com/products/serverblades/
[14] http://www.fujitsu-siemens.de/rl/produkte/primergy/bx300.html
[15] http://www.nexcom.com/0330/NexWeb/WebEN/WebGrp.aspx?GrpIDX=52000024
[16] https://www.heise.de/news/Intel-engagiert-sich-bei-hoch-integrierten-Telekommunikations-Servern-59900.html
[17] http://www.appro.com/product/B121H.asp
[18] http://www.racksaver.com/products/bladerackinfo-mega.asp
[19] mailto:ciw@ct.de