zurück zum Artikel

Bertelsmann: "CompuServe bleibt unabhÀnig"

Egbert Meyer

CompuServe bleibt auch nach dem Verkauf (http://www.heise.de/newsticker/data/un-08.09.97-000/) als "unabhÀngige Marke" bestehen.

CompuServe bleibt auch nach dem Verkauf (http://www.heise.de/newsticker/data/un-08.09.97-000/) als "unabhĂ€ngige Marke" bestehen. Bernd Schiphorst, Leiter des Bereichs Neue Medien bei Bertelsmann, bekrĂ€ftigte heute die Absicht seines Unternehmens, das Angebot des Dienstes "inhaltlich weiter zu verbessern" und will mit einer Finanzspritze in Höhe von 25 Millionen US-Dollar "die Bereiche ausbauen, in denen CompuServe MarktfĂŒhrer ist". Weitere 25 Millionen Dollar zum CompuServe-Ausbau steuert Bertelsmann-Kooperationspartner America Online bei.

Mittlerweile wurden weitere Einzelheiten des komplizierten CompuServe-Deals bekannt, der in den nĂ€chsten Wochen noch vor europĂ€ischen und amerikanischen Kartellbehörden bestehen muß: AufkĂ€ufer WorldCom, UUNet-Betreiber und nach eigenen Angaben die Nummer vier unter den Telekommunikationsanbietern der USA, zerteilte mittlerweile den lukrativen CompuServe-Kuchen und reichte die privaten CIS-Abonnenten auf direktem Weg an America Online durch. AOL revanchierte sich bei WorldCom mit dem Verkauf seiner Netzwerkfirma ANS und einem FĂŒnfjahresvertrag, der die UUNet-Eigner zum grĂ¶ĂŸten AOL-Service-Provider bestellt. America Online erhĂ€lt fĂŒr ANS darĂŒber hinaus einen Wertausgleich in Höhe von 175 Millionen Dollar. Weitere 75 Millionen Dollar erwartet der mit nun 11,6 Millionen Teilnehmern grĂ¶ĂŸte Online-Dienst der Welt von deutschen Partner Bertelsmann. Die GĂŒtersloher erwerben damit eine 50prozentige Beteiligung an den europĂ€ischen CompuServe-Gesellschaften. (em)


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-9858