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Bericht: Google will Handy-Bezahlsystem vorstellen

Der Internetdienstleister will angeblich noch diese Woche einen Dienst in den USA prÀsentieren, in dem die Technik Near Field Communication eingesetzt wird.

Google steht Medienberichten zufolge kurz davor, ein mobiles Bezahlsystem fĂŒr Android-Smartphones zu starten. Die Idee ist, dass Kunden an der Kasse nur ihr Handy vor ein Terminal zu halten brauchen. Der Internet-Konzern wolle den Dienst am Donnerstag ankĂŒndigen, berichteten die Finanznachrichtenagentur Bloomberg [1] und das Wall Street Journal.

ZunĂ€chst werde das Bezahlsystem allerdings nur in fĂŒnf US-StĂ€dten im Netz des drittgrĂ¶ĂŸten amerikanischen Mobilfunk-Anbieters Sprint Nextel verfĂŒgbar sein, und ausschließlich auf dem Android-Flaggschiffmodell Nexus S, schrieb Bloomberg.

Google setzt dabei auf die Funktechnik NFC (Near Field Communication), mit der GerĂ€te miteinander auf kurze Entfernung kommunizieren können. Sie wird etwa in Zugangs- und inzwischen auch hĂ€ufiger in Kreditkarten eingesetzt. Vor einigen Jahren hatte unter anderem Nokia geplant, NFC-Chips auf breiter Front in Handys zu bringen, doch der Vorstoß misslang. Jetzt kehrt NFC als Grundlage fĂŒr geplante mobile Bezahlsysteme zurĂŒck.

Dass Handys bald zu digitalen Portemonnaies werden, gilt als sicher. Aktuell liefern sich Unternehmen aus verschiedenen Branchen einen Wettlauf um diesen Zukunftsmarkt: Banken, Mobilfunk-Anbieter, Online-Bezahlsysteme, Google als treibende Kraft hinter Android – und dem Vernehmen nach auch der große Rivale Apple. WĂ€hrend der iPhone-Hersteller sich bisher bedeckt hĂ€lt, setzt Google bereits mit dem Einbau des NFC-Chips ins Nexus S ein klares Zeichen. Da Android inzwischen das Smartphone-Betriebssystem mit dem grĂ¶ĂŸten Marktanteil ist, wird dem Internet-Konzern eine starke Position zugestanden.

Vor wenigen Tagen preschte auch ein neuer Wettbewerber mit einem anderen Konzept in den Bereich vor. Das Start-Up Square von Twitter-MitgrĂŒnder Jack Dorsey stellte laut einem Bericht [2] der New York Times ein Konzept vor, das ohne NFC auskommt. HĂ€ndler und KĂ€ufer kommunizieren ĂŒber Apps auf ihren GerĂ€ten miteinander, die Bankdaten sind bei Square hinterlegt. Zuvor brachte Square bereits Bankkarten-Lesemodule auf den Markt [3], die man zum Bezahlen unterwegs in Smartphones einstecken kann – und sie werden auch in US-amerikanischen Apple Stores verkauft. (anw [4])


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https://www.heise.de/-1249998

Links in diesem Artikel:
[1] http://www.bloomberg.com/news/2011-05-24/google-to-unveil-mobile-payment-service.html
[2] http://bits.blogs.nytimes.com/2011/05/23/square-introduces-mobile-payments-for-shoppers/
[3] https://www.heise.de/news/Kreditkartenmodul-iZettle-Square-Konkurrent-fuer-Europa-1235651.html
[4] mailto:anw@heise.de