Bericht: Apple justiert iPhone-Produktion nach
Für das laufende vierte Quartal hat Apple bei Auftragsfertigern angeblich zusätzliche Stückzahlen des iPhone 5s bestellt – zugleich soll die Produktion des 5c zurückgefahren werden.
Apple hat die Bestellmenge des iPhone 5s bei einem Auftragsfertiger für das vierte Quartal 2013 erhöht. Dies berichtet [1] das Wall Street Journal am Mittwoch unter Berufung auf zwei Manager von Hon Hai (Foxconn). Knapp einen Monat nach dem Verkaufsstart ist das neue Spitzenmodell weiterhin nur schwer erhältlich: Apples Online-Store veranschlagt [2] zwei bis drei Wochen bis zum Versand. Angeblich hat der Konzern bereits im September die Produktion des neuen goldenen Modells deutlich erhöht [3].
Zugleich hat Apple nach Informationen der Wirtschaftszeitung die Produktionsvorgabe für das iPhone 5c bei zwei Auftragsfertigern zurückgeschraubt. Die 5c-Bestellungen bei Pegatron habe der US-Konzern um 20 Prozent verringert, die bei Hon Hai wiederum um gut 30 Prozent, schreibt das Wall Street Journal. Beobachter schätzen, dass Pegatron zwei Drittel der iPhone-5c-Produktion stemmt, Hon Hai wiederum das restliche Drittel.
Einige Analysten sehen darin ein Anzeichen für eine eher schwache Nachfrage nach dem bunten Plastik-iPhone, allerdings lässt sich dies allein aus der angeblichen Produktionsverringerung nur schwer folgern, ohne Details zu den bereits produzierten Stückzahlen sowie zum 5c-Bestand im Handelskanal zu kennen. Seit Vorbestellungsstart ist das iPhone 5c problemlos erhältlich – dies könnte dem Umstand geschuldet sein, dass Apple längst ausreichend Stückzahlen des Modells vorproduzieren konnte, dessen Hardware-Komponenten sich nur geringfügig vom iPhone 5 unterscheiden.
Am ersten Verkaufswochenende, das erstmals China einschloss, konnte Apple einen neuen iPhone-Verkaufsrekord in Höhe von mehr als neun Millionen Stück vermelden [4] – zur Verteilung zwischen iPhone 5s und 5c äußerte sich der Hersteller nicht. Laut der Umfrage [5] eines Marktforschungsunternehmens griffen knapp zwei von drei Käufern zum iPhone 5s und 27 Prozent wiederum zum 5c. Die Aufteilung entspricht dem Kaufverhalten im vergangenen Jahr nach der Einführung des iPhone 5 – damals entschieden sich der Umfrage zufolge 23 Prozent der Käufer zum geringfügig günstigeren Vorjahresmodell in Gestalt des iPhone 4s. (lbe [6])
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[1] http://online.wsj.com/news/article_email/SB10001424052702304864504579138761727258256-lMyQjAxMTAzMDEwNjExNDYyWj
[2] https://www.heise.de/news/iPhone-5s-Apple-nennt-Lieferfrist-von-zwei-bis-drei-Wochen-1977895.html
[3] https://www.heise.de/news/Bericht-Apple-erhoeht-Produktion-des-Gold-iPhones-1963321.html
[4] https://www.heise.de/news/Neue-iPhones-mehr-als-9-Millionen-Mal-verkauft-1964963.html
[5] http://allthingsd.com/20131014/iphone-5s-outselling-iphone-5c-two-to-one/
[6] mailto:lbe@heise.de
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