zurück zum Artikel

BKA-Chef: Websperren schrecken ab

Johannes Endres

Im Interview mit einer Sonntagszeitung erklÀrt der BKA-PrÀsident Jörg Ziercke, die umstrittenen Sperren gegen Kinderpornographie wirkten abschreckend. Die Löschung von IP-Adressen allein reiche nicht aus.

Seit November liegt das "Zugangserschwerungsgesetz" beim BundesprĂ€sidenten auf Eis [1], das Websperren und Stoppschilder im Browser als Mittel gegen Kinderpornographie vorsieht. Derweil tobt innerhalb [2] und außerhalb der schwarz-gelben Regierung ein Streit um dieses Gesetz.

Nun hat sich Jörg Ziercke, der PrĂ€sident des BKA, erneut fĂŒr die Websperren ausgesprochen. In einem Interview mit der Welt am Sonntag [3] sagte er "Sperren gegen Kinderpornografie wirken, wie das Beispiel Skandinavien zeigt, abschreckend." Wer die Warnschilder umgehe, hinterlasse dabei Spuren auf seinem Computer.

Das BKA veranlasse zwar die sofortige Löschung, doch wer Kinderpornographie produziere, habe sicher auch Kopien davon. "Das alleinige Löschen einer IP-Adresse fĂŒhrt damit nicht zum Verschwinden der schrecklichen Bilder aus dem Internet." sagte Ziercke laut Welt am Sonntag. (je [4])


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-918734

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/news/Bundespraesident-will-Zugangserschwerungsgesetz-ueberpruefen-Update-871616.html
[2] https://www.heise.de/news/Justizministerin-hofft-auf-Stopp-von-Web-Sperren-900134.html
[3] http://www.welt.de/politik/deutschland/article6035833/BKA-warnt-vor-Attentaten-durch-radikale-Einzeltaeter.html
[4] mailto:je@ct.de