Auffanglösung für Kirch-Medien
Trotz des für Montag erwarteten Insolvenzantrags soll der Kirch-Medienkonzern nicht zerschlagen, sondern in Auffanggesellschaften weitergeführt werden.
Nachdem am Montag der Insolvenzantrag des Kirch-Konzerns bevorsteht, planen die Banken jetzt die Weiterführung der Unternehmensgeschäfte. Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung [1] soll der Konzern nicht zerschlagen, sondern vorerst in seiner bisherigen Ordnung weitergeführt werden.
Demnach haben die Gläubigerbanken eine Auffanggesellschaft vorbereitet, um die Geschäfte weiterzubetreiben -- als möglichen Partner nennt die SZ den Axel Springer Verlag.
An der Auffanggesellschaft für den Pay-TV-Sender Premiere wollen sich auch Hollywood-Studios beteiligen. Sie erhoffen sich davon die Rückzahlung von Rechnungen in Höhe von über 500 Millionen Euro. Auch die Verträge der Fußball-Bundesliga laufen weiter, teilweise bis zum Jahr 2008. Die vor kurzem noch diskutierte ersatzweise Finanzierung der Erstliga-Vereine über eine staatliche Bürgschaft steht nach heftiger Kritik aus allen Parteirichtungen nicht mehr zur Diskussion. (cm [2])
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