Auch Online-Diskussionen haben rechtliche Grenzen
Auch wenn die Strafverfolger mit ihren Deutungen von Online-Diskussionen nicht immer richtig liegen mögen: Die Gesetze der realen gelten auch fĂŒr die virtuelle Welt.
Die groĂe Menge der Postings in den Foren von heise online [1] und Telepolis [2] zum Fall Holger Voss zeigt, wie brisant die Anklage der Staatsanwaltschaft MĂŒnster ist. Sie beschuldigt den Teilnehmer des Telepolis-Forums, durch seinen Beitrag [3] zum Artikel Das Massaker, das nicht sein darf [4] die TerroranschlĂ€ge von New York gebilligt zu haben. Am morgigen Mittwoch kommt es zur Verhandlung. Doch schon jetzt ist deutlich, dass Betreiber von Online-Foren rechtliche Notwendigkeiten sorgfĂ€ltig beachten mĂŒssen, obwohl sie die freie MeinungsĂ€uĂerung nicht einschrĂ€nken wollen.
In der virtuellen Welt gelten keine anderen Gesetze als in der wirklichen Welt. Dennoch ĂŒberschreiten viele Teilnehmer in Online-Foren wegen scheinbarer oder tatsĂ€chlicher AnonymitĂ€t des Netzes die Grenzen des rechtlich ZulĂ€ssigen. In der Online-Welt ist der Umgang mit einem virtuellen Diskussionspartner oft schĂ€rfer und respektloser als bei einer Diskussion am Stammtisch in der Eckkneipe. Dies wird aber anscheinend bei den zustĂ€ndigen Strafverfolgungsbehörden nicht immer richtig gedeutet. Dennoch gibt es auch bei Online-Diskussionen rechtliche Grenzen.
Mehr dazu in Telepolis: (anw [5])
- "Who is to flame [6]" -- Von Meinungsfreiheit, virtuellem Hausrecht und StaatsanwÀlten: Rechtliche Aspekte von Online-Foren
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[1] https://www.heise.de/news/Forumsteilnehmer-muss-sich-vor-Gericht-verantworten-72525.html
[2] http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/te/13907/1.html
[3] http://www.heise.de/tp/foren/go.shtml?read=1&msg_id=1916234&forum_id=30631
[4] http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/co/12758/1.html
[5] mailto:anw@heise.de
[6] http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/on/13916/1.html
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