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"Astro": Amazon präsentiert Haushaltsroboter

| Nico Jurran

Der kleine Roboter fährt eigenständig durch die Wohnung und ist mit einer Teleskop-Kamera ausgestattet, um dabei alles im Blick zu behalten.

Amazon überraschte bei seinem virtuellen Presse-Event am heutigen Dienstag mit einem "one more thing": einem autonomen Haushaltsroboter namens "Astro". Der kleine Roboter ist mit einem Display ausgestattet, auf dem animierte Augen in Form von Kreisen und Schlitzen zu sehen sind. Und das "menscheln" hört hier nicht auf: Auf Zuruf kann Astro beispielsweise auch beatboxen. Er sei eben "viel mehr als Alexa auf Rädern", so Amazon – auch wenn das Gerät alle üblichen Funktionen der Smart Displays des Unternehmens beherrscht.

Astro soll laut Amazon mehr sein als "Alexa auf Rädern" - und nur der Beginn einer Roboter-Reihe des Herstellers.

(Bild: Amazon Devices)

Eine der Hauptaufgabe von Astro besteht offensichtlich in der Überwachung der Wohnung bei Abwesenheit. Hier wurde der Roboter mit einer Teleskop-Kamera ausgestattet, dank der er in fast jeden Winkel schauen kann. In diesem Zusammenhang wies Amazon allerdings auch gleich auf die zusätzlichen Privacy-Funktionen des Geräts hin. So sei es beispielsweise möglich, Bereiche in der Wohnung beziehungsweise im Haus festzulegen, in die Astro nicht fahren darf. Auch lassen sich seine Aktivitäten je nach Tageszeit einschränken. Schließlich lässt sich Astro jederzeit per Sprachbefehl in die stille Ecke schicken.

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Im gewöhnlichen Betriebsmodus sucht er wiederum beispielsweise in der ganzen Wohnung nach seinem Herrchen oder Frauchen, wenn ein Anruf hereinkommt. Oder er folgt dem Nutzer während des Gesprächs durchs Heim, damit sich dieser frei bewegen kann. Amazon zeigte sich bei der Präsentation besonders stolz, dass der Roboter dabei nicht die Treppe runterfliegt, sondern eine solche automatisch erkennt und vor dieser stoppt.

Astro mit ausgefahrener Teleskop-Kamera auf Patrouille.

(Bild: Amazon Devices)

Kombinieren lassen sich diese Funktionen auch mit den Sicherheitspaketen der Amazon-Tochterfirma Ring. Auf deren Cloud-Server können etwa die von Astro angefertigten Videoaufnahmen gespeichert werden.

Der Listenpreis des Roboters soll bei rund 1500 US-Dollar liegen. Aktuell ist er allerdings lediglich in den USA für einen ausgewählten Kundenkreis im Rahmen des "Day 1 Editions"-Programms von Amazon auf Einladung vorbestellbar. Astro soll bis zum Jahresende an die ersten Käufer ausgeliefert werden. (nij [2])


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[2] mailto:nij@ct.de