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Apples iTunes 11 lernt dazu

Markus Stöbe

Der Medienspieler und -verwalter bringt eine neue OberflÀche sowie eine handvoll neuer Funktionen. Version 11 soll auch alte Probleme aus der Welt schaffen, etwa das behÀbige Arbeitstempo.

Die bereits im Juni angekĂŒndigte [1], komplett ĂŒberarbeitete Version 11 von iTunes steht jetzt zum Download [2] bereit. AuffĂ€lligste Neuerung ist die ĂŒberarbeitete OberflĂ€che: Die Seitenleiste, in der man die einzelnen Sektionen wie Musik, Videos oder die eigenen Playlists anspringen konnte, hat ausgedient. Stattdessen navigiert der Anwender nun ĂŒber ein Ausklapp-MenĂŒ sowie einige Karteireiter in einer Zeile direkt unter der Wiedergabesteuerung. Man kennt diese Anordnung bereits aus dem iTunes Store auf dem Mac- oder Windows-Desktop.

Statt viel Text sollen die Alben-Cover die Navigation in der Musik-Bibliothek vereinfachen.

Statt langer Textlisten dominieren nun die Alben-Cover die OberflĂ€che. Klickt man eines an, macht der untere Teil der Darstellung Platz fĂŒr Musiktitel. Als Hintergrund fĂŒr diese Auflistung generiert iTunes einen passenden Farbverlauf, der auch das Album-Cover enthĂ€lt.

Auf Kommando schiebt iTunes den Rest der Musiksammlung nach unten, um Platz fĂŒr die Titelliste des angewĂ€hlten Albums zu machen. Einen passenden Hintergrund fĂŒr den Einschub generiert die Musik-Software selbst.

Über den Knopf "Im Store" zeigt iTunes zum gewĂ€hlten Album oder Interpreten passende Musik an. Die Ergebnisse prĂ€sentiert es ebenfalls als Einschub in der Mediathek, wie auch die Lieder eines Albums. Das hat den Vorteil, dass man weiterhin seine Mediathek sieht und dort einige Titel aus dem Store eingeblendet werden, statt komplett in den virtuellen Laden wechseln zu mĂŒssen.

Verkleinert man das iTunes-Fenster wĂ€hrend der Wiedergabe auf den Mini-Player, zeigt es zunĂ€chst nur die Musik-Informationen an. Erst wenn man mit dem Mauszeiger darĂŒber fĂ€hrt, kommen die Steuerelemente fĂŒr Start/Stopp und Vor- beziehungsweise ZurĂŒckspringen zum Vorschein.

Die Bedienelemente im Miniplayer bekommt man nur noch zu Gesicht, wenn man mit dem Mauszeiger darĂŒber fĂ€hrt.

Neu hinzugekommen sind Knöpfe fĂŒr die ĂŒberarbeitete Suchfunktion sowie die schlicht "Weiter" (im Original "Up Next") getaufte Vorschau auf die nĂ€chsten Titel der aktuellen Playlist. Vor allem bei der Zufallswiedergabe kann man so vorab schauen, ob die kommenden Titel den eigenen Geschmack treffen. Startet man einen Titel, wĂ€hrend eine Titelliste abgearbeitet wird, macht iTunes anschließend dort in der Liste weiter, wo es zuvor unterbrochen wurde.

Eine History-Funktion zeigt alle Musiktitel und Videos an, deren Vorschau man vom Store aus angehört beziehungsweise angeschaut hat. Die aktuelle Abspielposition gleicht die Software via iCloud mit anderen Macs und iOS-GerĂ€ten ab. So kann man etwa den wĂ€hrend der Zugfahrt auf dem iPad gestarteten Film am Desktop-Rechner daheim zu Ende schauen, ohne sich die Abspielposition merken zu mĂŒssen.

[Update] Das neue iTunes lĂ€uft ab OS X Snow Leopard oder Windows XP. [/Update] Die ausfĂŒhrlichen Systemanforderungen listet Apple auf der Download-Seite [3].

Weitere Details zu den kleineren Neuerungen in iTunes 11 finden Sie in einem separaten Mac & i-Beitrag [4].

Siehe dazu auch:

(mst [6])


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-1735137

Links in diesem Artikel:
[1] http://www.heise.de/mac-and-i/meldung/Apple-ueberarbeitet-iTunes-1705678.html
[2] http://www.apple.com/de/itunes/
[3] http://www.apple.com/de/itunes/download/
[4] https://www.heise.de/news/iTunes-11-im-Detail-1759900.html
[5] http://www.heise.de/download/itunes.html
[6] mailto:mst@heise.de