Apple und Samsung schließen angeblich Milliarden-Deal für OLED-Displays
(Bild: dpa, Kimimasa Mayama/Archiv)
Der südkoreanische Konzern Samsung soll einem Bericht zufolge ab 2017 OLED-Bildschirme an Apple liefern, die für das iPhone gedacht sind. Die Vereinbarung laufe über mindestens drei Jahre.
Samsung und Apple haben ein umfassendes Lieferabkommen für OLED-Displays getroffen, wie die Korea Times berichtet. Der südkoreanische IT-Konzern soll demnach über die nächsten drei Jahre 100 Millionen OLED-Panels mit einer Bildschirmdiagonale von 5,5 Zoll an Apple liefern [1], sie seien für das iPhone gedacht.
Der Deal bringe Samsung einen zusätzlichen Umsatz von umgerechnet gut 2,3 Milliarden Dollar pro Jahr, schreibt die Zeitung, ein Sprecher der Display-Sparte wollte den angeblichen Deal nicht bestätigen.
Laut dem Korea Herald erwägt Samsung, eine eigene Produktionsstraße rein für die Fertigung des iPhone-OLED-Display einzurichten [2], der Konzern plane eine Investition von über 8 Milliarden Dollar ein Werk in Südkorea, um die Produktion dort zu verdoppeln.
OLED-Display für das iPhone
Einem vorausgehenden Bericht zufolge hat Apple mehrere Lieferanten darüber informiert, dass der Umstieg auf OLED beim iPhone in den nächsten Jahren geplant ist [3]. Der Konzern setzt die Display-Technik bislang nur in der Apple Watch ein, iPhone, iPad und iPod touch verwenden jeher Flüssigkristallbildschirme. Apple prüfe noch, wie langlebig die OLED-Bildschirme sind, hieß es.
Samsung gehört zu Apples wichtigsten Zulieferern und fertigt unter anderem den A9-Chip für iPhone und iPad. Der kalifornische Konzern gilt als der größte externe Kunde für Samsung-Komponenten. Beide Unternehmen fechten seit Jahren aber auch einen erbitterten Patentstreit aus. (lbe [4])
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[1] http://www.koreatimes.co.kr/www/news/tech/2016/04/133_202692.html
[2] http://www.koreaherald.com/view.php?ud=20160415000592
[3] https://www.heise.de/news/iPhone-mit-OLED-Display-in-drei-Jahren-3022816.html
[4] mailto:lbe@heise.de
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