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Amazon.com: Steigende UmsÀtze, steigende Verluste

Christian Rabanus

Bei steigenden UmsÀtze musste der Online-Bookshop Amazon auch steigende Verluste verbuchen

Der amerikanische Online-BuchhĂ€ndler Amazon kommt nicht aus den roten Zahlen heraus. Zwar konnte das Unternehmen im vierten Quartal des abgelaufenen GeschĂ€ftsjahrs einen Umsatz von 650 Millionen US-Dollar verbuchen (verglichen mit 253 Millionen US-Dollar im gleichen Quartal des Vorjahres), erwartet aber einen Verlust von 48 Cents pro Aktie, berichtet der amerikanische Finanzdienst Bloomberg. Das wĂŒrde einem voraussichtlichen Minus von rund 140 Millionen US-Dollar entsprechen. Amazon rutscht damit immer tiefer in die roten Zahlen: Im vierten Quartal des vorigen GeschĂ€ftsjahres betrug der Verlust noch 20 Cents pro Aktie (insgesamt 61,7 Millionen US-Dollar). Und selbst die Umsatzsteigerung blieb hinter den Erwartungen der Börsenanalysten zurĂŒck. Die vollstĂ€ndigen Zahlen fĂŒr das vierte Quartal und den kompletten Finanzbericht fĂŒr das GeschĂ€ftsjahr 1999 will Amazon am 2. Februar 2000 veröffentlichen.

Amazon-Chef Jeff Bezos vertritt allerdings die Ansicht, das Unternehmen mĂŒsse weiterhin große Summen in die Expansion investieren und erst spĂ€ter daran gehen, das GeschĂ€ft profitabel zu machen. "Wir haben keine Zeit zu verlieren. Wir werden spĂ€ter ĂŒber den Ausgleich der Konten nachdenken", erklĂ€rte er laut Reuters in einem Interview mit der italienischen Tageszeitung la Repubblica. Ganz einverstanden scheint die Wall Street mit diesem Vorgehen allerdings nicht mehr zu sein: Der Kurs der Amazon-Aktie fiel an der New Yorker Börse um 15 Prozent. (chr)


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