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Alcatel rechnet fĂŒr 2002 mit Verlust statt Gewinn [Update]

Andreas Wilkens

Der französische Telecom-AusrĂŒster wird beim operativen Ergebnis nach eigener SchĂ€tzung nun doch in die roten Zahlen rutschen; weitere 10.000 ArbeitsplĂ€tze werden abgebaut.

Der französische Telecom-AusrĂŒster Alcatel wird im Gesamtjahr 2002 beim operativen Ergebnis nach eigener SchĂ€tzung nun doch in die roten Zahlen rutschen. Im April hatte der Konzern zwar einen hohen Quartalsverlust gemeldet [1], dennoch fĂŒr das gesamte Jahr mit einem Gewinn gerechnet. Im zweiten Quartal werde der operative Verlust um 100 Millionen Euro gegenĂŒber dem Vorquartal sinken. So werde Alcatel wenigstens seine Schulden reduzieren, heißt es in einer Mitteilung.

Zudem gab das Unternehmen bekannt, mit neuen Umstrukturierungen die geplanten Kostensenkungen beschleunigen zu wollen. Dazu gehört auch der Abbau von weiteren rund 10.000 Stellen bis Ende 2003. Finanzvorstand Jean-Pascal Beauffret bestĂ€tigte am Mittwoch im französischen Rundfunk, dass dieser Abbau im Rahmen der zusĂ€tzlichen RestrukturierungsplĂ€ne vorgesehen sei. Bis zum Jahresende dĂŒrfte die BeschĂ€ftigtenzahl auf etwa 80.000 sinken, Ende 2003 dann auf 70.000, verglichen mit 99.000 Ende 2001. Mit dem neu angekĂŒndigten Stellenabbau wird sich die BeschĂ€ftigtenzahl in einem Zeitraum von nicht einmal drei Jahren um rund 44.500 auch durch VerkĂ€ufe von Beteiligungen und Fabriken verringern.

FĂŒr einen Gewinn soll im kommenden Jahr ein vierteljĂ€hrlicher Umsatz von 4 Milliarden Euro ausreichen. Der Break-even-Punkt liegt derzeit bei 4,7 Milliarden Euro. Die Zahlen fĂŒr das zweite Quartal will Alcatel am 25. Juli bekannt geben. (anw [2])


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-66869

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[1] https://www.heise.de/news/Alcatel-macht-hohe-Verluste-63769.html
[2] mailto:anw@heise.de