zurück zum Artikel

Alcatel entlÀsst weitere 10.000 Mitarbeiter

Der französische Konzern machte in den ersten neuen Monaten 2001 einen Nettoverlust von 3,47 Milliarden Euro.

Angesichts von Milliardenverlusten streicht Alcatel weitere 10.000 Stellen in Europa. Weltweit fallen damit nach Angaben des Vorstands insgesamt 33.000 ArbeitsplĂ€tze weg. Bereits seit Jahresmitte fĂ€hrt der der französische Telekommunikations-AusrĂŒster mit zuletzt noch rund 100.000 BeschĂ€ftigten einen harten Sanierungskurs [1]. Vorstandschef Serge Tchuruk begrĂŒndete den zusĂ€tzlichen Stellenabbau mit der weltweiten konjunkturellen Talfahrt, die auch Europa ergriffen habe. Aber vor allem der Einbruch in den USA habe das Unternehmen im dritten Quartal getroffen.

In den ersten neun Monaten belief sich der Nettoverlust des Konzerns auf 3,47 Milliarden Euro. Ein Jahr zuvor waren noch 898 Millionen Euro Gewinn ausgewiesen worden. Allein im dritten Quartal fiel ein Nettoverlust von 558 Millionen Euro an, nach einem Gewinn von 297 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz sank von 7,9 auf 5,6 Milliarden Euro. Nach dem Scheitern der Fusion [2] mit dem US-Konkurrenten Lucent hatte Alcatel Ende Mai VerkĂ€ufe von Beteiligungen in Milliardenhöhe angekĂŒndigt. Der grĂ¶ĂŸte Teil der eigenen ProduktionsstĂ€tten, insgesamt rund 50 Fabriken, solle abgestoßen [3] werden. (dpa) / (anw [4])


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-50168

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/news/Alcatel-will-Produktions-Standorte-verkaufen-43500.html
[2] https://www.heise.de/news/Fusionsgespraeche-zwischen-Alcatel-und-Lucent-geplatzt-37346.html
[3] https://www.heise.de/news/Alcatel-will-50-Fabriken-abstossen-44221.html
[4] mailto:anw@heise.de