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Aktionäre verklagen Transmeta

Christof Windeck

Der Prozessor-Newcomer Transmeta bekommt Ärger mit seinen Aktionären. Diese ziehen wegen Verstoßes gegen Regelungen der US-Börsenaufsicht vor Gericht.

Der Prozessor-Newcomer Transmeta [1] bekommt Ärger mit seinen Aktionären. Die Anwaltskanzlei Milberg Weiss [2] reichte vor dem Bezirksgericht für Nord-Kalifornien eine Sammelklage wegen Verstoßes gegen Regelungen der US-Börsenaufsicht ein.

In der Klageschrift [3] heißt es, Transmeta habe in dem Prospekt zum Börsengang im November 2000 [4] "falsche und irreführende Angaben" gemacht. Insbesondere die versprochene hohe Rechenleistung und gleichzeitig große Stromersparnis hätten die neuen Crusoe-Prozessoren im Vergleich zu anderen x86-Prozessoren offenbar nicht erreicht. Außerdem sei der versprochene Crusoe mit einer Taktfrequenz von 1 GHz immer noch nicht lieferbar. Daher hätten Anleger, die im Vertrauen auf die Aussagen des Transmeta-Managements zwischen dem 11. Juli 2000 und dem 20. Juni 2001 Aktien des Unternehmens kauften, unter anderem durch Verschulden des Transmeta-Managements viel Geld verloren. Aus diesem Grund klagen die Anwälte, die schon zahlreiche ähnliche Sammelklagen betreut haben, auf Schadenersatz.

Im April musste Transmeta ein schlechtes Quartalsergebnis [5] veröffentlichen, am 20. Juni gab man auch eine Gewinnwarnung [6] für das 2. Quartal 2001 heraus. Der Aktienkurs des Unternehmens brach daraufhin um über die Hälte auf unter 6 US-Dollar ein – zu Hochzeiten erreichte die Aktie über 50 US-Dollar. (ciw [7])


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-44147

Links in diesem Artikel:
[1] http://www.transmeta.com/
[2] http://www.milberg.com/transmeta/
[3] http://www.milberg.com/transmeta/complaint.pdf
[4] https://www.heise.de/news/Fulminanter-Boersenstart-fuer-Transmeta-25892.html
[5] https://www.heise.de/news/Transmeta-Ergebnis-schlechter-als-erwartet-37322.html
[6] https://www.heise.de/news/Transmeta-bricht-der-Umsatz-weg-42117.html
[7] mailto:ciw@ct.de