zurück zum Artikel

Abo-Napster erst 2002

Wolfgang Stieler

Die Internet-Musiktauschbörse Napster wird wahrscheinlich erst im ersten Quartal des Jahres 2002 mit einem kostenpflichtigen Abo-Service neu ans Netz gehen.

Die Internet-Musiktauschbörse Napster wird erst im ersten Quartal des Jahres 2002 mit einem kostenpflichtigen Abo-Service neu ans Netz gehen. Schwierigkeiten bei der Beschaffung von Lizenzen bei den großen Plattenlabels hĂ€tten zu der Verzögerung beigetragen, erklĂ€rte Napster-Chef Konrad Hilbers [1] auf der Online-Musik-Tagung Webnoize 2001 nach US-Medienberichten. UrsprĂŒnglich wollte die Musikbörse noch in diesem Jahr ihren Abo-Service starten.

Nach Klagen der Musikindustrie musste Napster seit dem FrĂŒhjahr urheberrechtlich geschĂŒtzte Titel aus seinem Angebot herausfiltern. Aus technischen GrĂŒnden ging die Tauschbörse im Sommer ganz vom Netz.

Erst vor wenigen Tagen soll Napster vom deutschen Medienkonzern Bertelsmann AG eine weitere Finanzspritze von 26 Millionen US-Dollar (rund 56 Millionen Mark/29 Millionen Euro) bekommen haben. Das hatte das Handelsblatt gestern unter Berufung auf informierte Kreise gemeldet.

Im letzten Herbst war Bertelsmann aus der Gruppe der Musikkonzerne, die Napster wegen Urheberechtsverletzungen verklagt hatten, ausgestiegen. Der Medienkonzern gewĂ€hrte dem kalifornischen Musik-Unternehmen Kredite und UnterstĂŒtzung beim Neu-Start der Börse als kostenpflichtiger Abo-Service [2]. (wst [3])


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-49886

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/news/Napster-bekommt-einen-neuen-Chef-Update-41543.html
[2] https://www.heise.de/news/Hintergrund-Das-Establishment-frisst-den-Revoluzzer-34185.html
[3] mailto:wst@technology-review.de