Abgas-Skandal: Audi soll tief in Dieselaffäre verstrickt sein
dpa, Ronald Wittek Mehr
Audi soll nach Recherchen von NDR, WDR und SZ eine Betrugssoftware nicht nur in ihren eigenen Premium-3-Liter-Fahrzeugen eingesetzt, sondern auch den Betrug bei VW maßgeblich begleitet und unterstützt haben.
Die VW-Tochter Audi soll viel tiefer in den Abgas-Skandal [1] verstrickt sein, als sie bislang offiziell eingestanden hat. Das wollen NDR, WDR und Süddeutsche Zeitung herausgefunden haben [2]. Demnach seien vier hochrangige Motorenentwickler des Unternehmens beurlaubt worden, weil sie eine illegale Software für den 3.0-l-TDI-Dieselmotor entwickelt oder davon gewusst haben sollen.
Die vom VW-Aufsichtsrat beauftragte Anwaltskanzlei Jones Day soll Unterlagen gefunden haben, die den Betrug belegen. In einer Mail aus dem Jahr 2007 beispielsweise soll ein Audi-Ingenieur an einen größeren Kreis von Audi-Managern geschrieben haben: "Ganz ohne Bescheißen" werde man es nicht schaffen, die US-Abgasnormen einzuhalten.
Audi soll Betrug bei VW unterstützt haben
Die Audi-Ingenieure sollen nicht nur eine Betrugssoftware in ihren eigenen Premium-3-Liter-Fahrzeugen eingesetzt, sondern auch den Betrug bei VW maßgeblich begleitet und unterstützt haben. Audi gelte mittlerweile im Konzern als die "Mutter des Betrugs".
Audi habe bisher immer geleugnet, betrogen und bei seinen Motoren eine Betrugssoftware eingesetzt zu haben. Das Unternehmen hatte eingestanden, einige Spezifikationen der Motorsteuerung seien gegenüber den US-Behörden lediglich "nicht offengelegt worden".
Chronologie des Abgas-Skandals (0 Bilder) [3]
(anw [5])
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