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ATI vervierfacht seinen Marktanteil bei PC-Chipsätzen

Sven-Olaf Suhl

Die Kanadier halten nun 12 Prozent am Gesamtmarkt. Intel hat mit 57 Prozent weiter die Nase vorn. Der Anteil von AMD-Plattformen liegt bei 21 Prozent. Im ersten Quartal 2006 wurden laut Mercury Research 67,3 Millionen PC-Chipsätze ausgeliefert.

Der Gesamtmarkt für [# 1496 PC-Chipsätze] ist im ersten Quartal 2006 gegenüber dem vorangegangenen vierten Quartal 2005 um 12 Prozent auf 67,3 Millionen Stück geschrumpft. Dies berichtet [1] X-bit labs unter Berufung auf eine Studie von Mercury Research [2]. Diese auf die Erhebung von Marktdaten für PC-Chipsätze und -Zubehör spezialisierten Analysten stellen ihre Ergebnisse allerdings ausschließlich zahlenden Kunden zur Verfügung. Laut X-bit labs, denen eine solche Studie offenbar vorliegt, hat keines der genannten Unternehmen eine Stellungnahme zu der Markterhebung abgegeben.

Dem Bericht zufolge behält Intel [3] mit 57 Prozent den mit Abstand größten Marktanteil, doch sind die Kalifornier weit von den Werten entfernt, die sie Anfang 2005 mit Marktanteilen von über 80 Prozent innehatten [4]. Dies führt X-bit labs auf den Rückzug von Intel aus dem Geschäft mit preiswerten Prozessoren zurück.

Der taiwanische Hersteller Via Technologies [5] behauptet im Jahresvergleich seinen Marktanteil von 15 Prozent. Die kanadische ATI Technologies, die kürzlich einen Umsatzrekord aufstellte [6], konnten ihren Marktanteil auf 12 Prozent gegenüber 3 Prozent ein Jahr zuvor vervierfachen. Einer der Gründe für den ATI-Erfolg, der bereits im Dezember vorausgesagt [7] worden war, liegt sicherlich darin, dass auch Intel auf einigen [8] der unter eigener Marke verkauften Lowcost-Mainboards zurzeit ATI-Chipsätze verbaut. Intel möchte aber die Produktionskapazität für eigene Chipsätze im Laufe des Jahres deutlich steigern [9].

Im ersten Quartal 2006 konnte ATI aber jedenfalls an Nvidia [10] vorbeiziehen. Deren Marktanteil fiel – trotz der ULI-Übernahme [11] – auf 9 Prozent. Auch Silicon Integrated Systems (SiS [12]) musste Einbußen hinnehmen und liegt nun bei 6 Prozent Marktanteil.

Die Mehrzahl der Chipsätze war für Intel-Prozessoren wie Pentium 4 oder Celeron bestimmt, aber immerhin rund 21 Prozent auch für AMD64-Prozessoren (was mit den Angaben zum Marktanteil der AMD-Prozessoren [13] korrespondiert, die allerdings ebenfalls von Mercury Research stammen). Von diesen wiederum wurden die meisten, nämlich 42 Prozent, mit Nividia-Chipsätzen ausgestattet, 28 Prozent der AMD-Mainboards wurden von ATI bestückt. (ssu [14])


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https://www.heise.de/-120309

Links in diesem Artikel:
[1] http://www.xbitlabs.com/news/chipsets/display/20060425141244.html
[2] http://www.mercuryresearch.com/
[3] http://www.intel.com/
[4] https://www.heise.de/news/Intels-Marktanteil-steigt-der-von-AMD-auch-131325.html
[5] http://www.via.com.tw/
[6] https://www.heise.de/news/ATI-erzielt-Rekordumsatz-und-bleibt-in-der-Gewinnzone-114232.html
[7] https://www.heise.de/news/PC-Chipsatz-Branche-Intel-Konkurrenten-im-Aufschwung-154630.html
[8] http://www.intel.com/products/motherboard/d101ggc/index.htm
[9] https://www.heise.de/news/Intel-Finanzchef-bestaetigt-andauernde-Chipsatz-Knappheit-153821.html
[10] http://www.nvidia.com/
[11] https://www.heise.de/news/Nvidia-kauft-den-Chipsatz-Konkurrenten-ULi-Electronics-157857.html
[12] http://www.sis.com/
[13] https://www.heise.de/news/AMD-hat-ueber-20-Prozent-Marktanteil-bei-x86-Prozessoren-168954.html
[14] mailto:ssu@ct.de