AT&T-Aktionäre billigen Übernahme durch SBC
Der Kauf der traditionsreichen, früher auch als "Ma Bell" bekannten Telefongesellschaft kostet SBC 16 Milliarden US-Dollar.
Die Aktionäre des traditionsreichen amerikanischen Telekom-Konzerns AT&T Corp. [1] haben auf ihrer 120. Hauptversammlung die Übernahme [2] durch den Telekom-Riesen SBC Communications [3] abgesegnet. Die Transaktion hat einen Wert von rund 16 Milliarden Dollar. Die AT&T-Aktionäre erhalten 0,77942 SBC-Aktien je Anteil sowie eine Sonderdividende von 1,30 Dollar je Aktie.
Aktionäre, die 70,7 Prozent der AT&T-Aktien hielten, sprachen sich am Donnerstag zu 97,9 Prozent für die Transaktion aus, teilte AT&T mit. Die Übernahme solle Ende 2005 oder Anfang kommenden Jahres vollzogen werden.
AT&T hatte einst fast ein US-Telefonmonopol. Die traditionsreiche, lange als "Ma Bell" bekannte Gesellschaft [4] war in den achtziger Jahren aus kartellrechtlichen Gründen in mehrere regionale Telefonfirmen und die Rest-AT&T aufgespalten worden, die das Ferngesprächsgeschäft zugesprochen bekam. Später schrumpfte AT&T durch Abspaltung des Mobilfunkgeschäfts sowie eine gescheiterte Kabelfernseh-Aufkaufstrategie weiter. Das Ferngesprächsgeschäft litt unter massiver Konkurrenz von Firmen wie Sprint und MCI (ehemals WorldCom) sowie der regionalen Telefonkonzerne. AT&T konzentrierte sich deshalb zunehmend auf das lukrativere Telekom-Geschäft mit großen Unternehmenskunden. SBC ist inzwischen neben der Verizon Communications in New York der größte US-Telekommunikationskonzern. (dpa) / (jk [5])
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