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AOL will keine Pop-up-Werbung mehr verkaufen

Wolfgang Stieler

Der US-Online-Dienst AOL will künftig keine Pop-up-Werbung von Drittanbietern mehr vermarkten.

Der US-Online-Dienst AOL will künftig keine Pop-up-Werbung von Drittanbietern mehr vermarkten. Das gab der Konzern am Dienstag im Rahmen des offiziellen Starts seiner neuen Zugangssoftware AOL 8.0 bekannt [1]. Der Verzicht auf die bei den Kunden recht unbeliebte Form der Werbung wird den Konzern etwa 30 Millionen US-Dollar jährlich kosten. AOL-Nutzer werden die aufdringlichen Werbefenster jedoch nicht völlig los, denn zum einen müssen noch laufende Verträge erfüllt werden und AOL Time Warner selbst will seine Kunden auch weiterhin per Pop-up "auf wichtige Features" des Online-Dienstes hinweisen und ihnen "spezielle Angebote" aus dem AOL-Shop machen.

Ob der Online-Dienst mit diesem Manöver in der aktuellen Marketingschlacht [2] gegenüber der Konkurrenz einen Marktvorteil erringen kann, muss sich in der Praxis erweisen. Im Sommer hatten verärgerte Kunden eine Sammelklage [3] gegen AOL angestrengt, weil sie nach eigenen Angaben unaufgefordert Warensendungen bekamen, die ihnen zuvor in Pop-up-Werbefenstern angepriesen wurden. Obwohl die Kläger die jeweiligen Angebote durch Druck auf den "No Thanks"-Knopf abgelehnt haben, sei ihnen die Ware jeweils zugestellt und berechnet worden. (wst [4])


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https://www.heise.de/-67983

Links in diesem Artikel:
[1] http://media.aoltimewarner.com/media/cb_press_view.cfm?release_num=55252802
[2] https://www.heise.de/news/Microsoft-eroeffnet-die-Herbstschlacht-mit-AOL-67612.html
[3] https://www.heise.de/news/Unangeforderte-Warensendungen-von-AOL-57598.html
[4] mailto:wst@technology-review.de