zurück zum Artikel

AOL holt Steve Jobs ins Boot

Jo Bager

AOL hat eine Kommission zur Entwicklung eines Standards für Instant Messaging gegründet, der auch Steve Jobs angehört.

AOL bekommt in der Instant-Messaging-Auseinandersetzung mit Microsoft Rückenwind von weiten Teilen der Industrie. Nach eigenen Angaben hat der Online-Dienst eine "Gutachterkommission" zur Entwicklung eines Standards für Instant Messaging gegründet. Neben dem Chief Technology Officer von AOL, Marc Andreessen, soll ihr laut CNet [1] auch Apple-Chef Steve Jobs angehören. AOL hat nach eigenen Angaben auch Microsoft die Teilnahme angeboten. Der Software-Gigant hat jedoch bisher nicht auf das Angebot reagiert.

Die Teilnahme von Redmond ist auch mehr als fraglich, denn mit Bill Joy von Sun, Rob Glaser von RealNetworks und Novell-Chef Eric Schmidt ist das Gremium alles andere als Microsoft-freundlich zusammengesetzt. Microsoft arbeitet bereits mit der Internet Engineering Task Force (IETF) an der Entwicklung eines Instant-Messaging-Standards.

Apple-Anwender werden zukünftig im Buddy-Netz von AOL chatten dürfen. AOL hat mit Apple angekündigt, gemeinsam einen entsprechenden Client zu entwickeln. Benutzer von Microsofts MSN Messenger bleiben dagegen außen vor. Microsoft Instant-Messaging-Client hatte letzte Woche die Auseinandersetzung zwischen dem Software-Hersteller und dem Online-Dienst ausgelöst, weil er den Zugriff auf AOLs Dienste erlaubte. AOL sah dadurch die Sicherheit seiner Benutzer gefährdet. (jo [2])


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-21472

Links in diesem Artikel:
[1] http://www.news.com/News/Item/0,4,39890,00.html?st.ne.ni.rel
[2] mailto:jo@ct.de