AMDs neue Grafiktreiber-Generation Omega: Neue Funktionen, weniger Fehler, 5K-Support
AMDs Omega-Grafiktreiber bringt endlich Downsampling fĂŒr Spieler, verbessert die Wiedergabe von HD-Videos und behebt zahlreiche Fehler.
(Bild:Â AMD)
AMD hat mit der Omega-Edition [1] eine neue Generation von Grafiktreibern eingefĂŒhrt. Sie unterstĂŒtzt neue Funktionen wie Downsampling und behebt zahlreiche Fehler, die Nutzer teils ĂŒber Jahre hinweg nervten. Dazu soll der Omega-Treiber bei Radeon-Grafikkarten bis zu 19 Prozent mehr Performance entlocken, bei APUs spricht AMD sogar von bis zu 29 Prozent.
Im GesprĂ€ch mit c't erklĂ€rte der fĂŒr den Treiber zustĂ€ndige Software-Manager Terry Makedon, dass man die Entwicklung des Treibers vor mehr als acht Monaten begonnen habe. Makedon zufolge ist der Omega-Edition ein Meilenstein, der zeigen soll, wie ernst man die Treiberentwicklung nehme. Die Neuerungen flieĂen in sĂ€mtliche nachfolgenden Versionen ein.
Downsampling
Die wichtigste neue Funktion ist "Virtual Super Resolution" (VSR) â ein Downsampling-Algorithmus, der Ă€hnlich funktioniert wie Nvidias mit der GTX-900-Serie eingefĂŒhrte Dynamic Super Resolution [2]. Aktiviert man VSR, lassen sich auch Auflösungen einstellen, die die Maximalauflösung des verwendeten Displays ĂŒbersteigen. Stellt man auf einem Full-HD-Display etwa 4K ein, rendert die GPU den Bildinhalt in 4K und skaliert ihn folgend auf Full HD herunter.
Der Vorteil: VSR glĂ€ttet die Kanten (Supersampling) von 3D-Objekten auch in Spielen, die eigentlich keine oder nur minderwertige KantenglĂ€ttung unterstĂŒtzen. Allerdings kostet VSR viel Leistung und Videospeicher. Im deutschen Treiber aktiviert man VSR mit einem Haken vor "GPU-Herunterskalierung aktivieren".
VSR funktioniert zunĂ€chst nur auf den Grafikkarten Radeon R9 285 [3], R9 290 [4] und R9 290X [5]. Laut Terry Makedon sollen aber auch andere AMD-GPUs die Funktion unterstĂŒtzen, dies erfordere allerdings aufgrund Ă€lterer Display-Engines weitere Anpassungen an den Display-Treiber.
(Bild:Â c't)
Leistungsfragen
Auch die QualitĂ€t der Video-Wiedergabe will AMD verbessert haben. Blu-rays sollen sich nun auch mit leistungsschwachen APUs ruckelfrei wiedergeben lassen (auf APUs mit HD-7000-GPUs). Ein optimierter Algorithmus soll bei der Wiedergabe komprimierter Videos weniger Artefakte zeigen und sie auĂerdem qualitativ besser hochskalieren können.
Laut Makedon sorgt eine Kombinmation der Techniken Fluid Motion Video, Detail Enhancement und Adaptive Upscaling dafĂŒr, dass Full-HD-Videos auf Ultra-HD-Displays nah an die QualitĂ€t von echten 4K-Videos kommen. DafĂŒr braucht man eine Grafikkarte des Typs Radeon R7 260 oder stĂ€rker.
Der Omega-Treiber soll auĂerdem fĂŒr Dual-GPU-Gespanne ein verbessertes Frame-Pacing bei bestimmten Spielen bieten, um Mikroruckeln zu vermeiden; etwa bei Batman Arkham Origins, Metro, Tomb Raider, Watch Dogs, Far Cry 3 und Sniper Elite 3. AuĂerdem unterstĂŒtzen FirePro- und Radeon-R-Grafikkarten nun auch 5K-Displays mit 5120Ă2880 Bildpunkten mit 60 Hz. Dadurch lassen sich nun auch Apples 5K-iMac [6] unter Windows 8.1 in seiner nativen Auflösung betreiben und auch Dells UltraSharp UP2715K [7] funktioniert mit 60 Hz. Das Underscan-Problem [8] bei angeschlossenen HDMI-Displays will AMD in einem kommenden Treiber beheben.
(Bild:Â AMD)
(mfi [9])
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[2] https://www.heise.de/news/Effizienzwunder-Maxwell-2-0-auf-GeForce-GTX-970-und-980-2398821.html
[3] https://www.heise.de/news/Im-Westen-kaum-Neues-AMDs-Spieler-Grafikkarte-Radeon-R9-285-mit-Tonga-GPU-2301665.html
[4] https://www.heise.de/news/AMD-Radeon-R9-290-Spieler-Grafikkarte-mit-Drossel-Problem-2039464.html
[5] https://www.heise.de/news/AMD-Radeon-R9-290X-Titan-Killer-zum-halben-Preis-1984374.html
[6] https://www.heise.de/news/Neuer-5K-iMac-ist-der-schnellste-Mac-aller-Zeiten-2481855.html
[7] https://www.heise.de/news/Nach-iMac-Retina-Ankuendigung-Dell-verbilligt-5K-Monitor-2444160.html
[8] https://www.heise.de/ratgeber/Full-HD-nur-mit-schwarzem-Rand-1143488.html
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