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AMD beschleunigt Mobilprozessor

Jörg Wirtgen

Heute hat AMD den Mobile Sempron 3000+ in einer Stromspar-Version mit einer maximalen Leistungsaufnahme von 25 Watt vorgestellt.

Heute hat AMD den Mobile Sempron 3000+ in einer Stromspar-Version mit einer maximalen Leistungsaufnahme von 25 Watt vorgestellt. Er läuft mit 1,8 GHz und hat einen lediglich 128 KByte großen L2-Cache. Vom Athlon 64 erbt er das jetzt EVP (Enhanced Virus Protection [1]) genannte NX-Flag, die Stromspartechnik PowerNow! und das integrierte schnelle Speicherinterface für PC3200-Module. 64-Bit-Befehle beherrscht er nicht.

Der Stromspar-Sempron kostet für OEM-Kunden 134 US-Dollar und ist damit ein preiswerter Prozessor für Notebooks, die für die mindestens 178 US-Dollar teure 35-Watt-Version des Mobile Athlon 64 konzipiert wurden.

Allerdings ist die Geschwindigkeitsbezeichnung des Sempron nicht mit der des Athlon 64 vergleichbar. Der Athlon 64 3000+ arbeitet deutlich schneller, weil er einen viermal größeren L2-Cache und 200 MHz mehr Takt hat. Eher dürfte AMD Intels Celeron mit ebenfalls winzigem L2-Cache im Auge gehabt haben, auch wenn offiziell eine Vergleichbarkeit innerhalb der Sempron-Familie im Vordergrund gestanden haben soll.

Im Vergleich zum Mobile Celeron steht der Sempron gut da, auch weil er per PowerNow! seine Leistungsaufnahme auf 9 Watt drosseln kann, während Intel die Celeron-Modelle ohne die Stromspartechnik SpeedStep ausliefert. Mit dem Pentium M hält der Sempron hingegen nicht mit, denn der Pentium M hat trotz einer um 15 Prozent geringeren Leistungsaufnahme einen 16 mal größeren L2-Cache von 2 MByte -- allerdings kostet er deutlich mehr. Zum Preis des Semprons gibts immer noch den Celeron M mit 1,4 GHz und 1 MByte L2-Cache, gegen den der Sempron mit seinem winzigen L2-Cache einen schweren Stand haben dürfte.

Unter dem Namen Sempron [2] verkauft AMD drei Prozessorkerne:

Laut AMD will Gericom in Deutschland noch im November das Blockbuster Advance Excellent 7000 mit dem Sempron 3000+ ausliefern. Weitere Sempron-Notebooks stammen beispielsweise von Acer und Fujitsu-Siemens sowie -- in Deutschland nicht erhältlich -- von Packard Bell, Epson und Sharp. (jow [5])


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https://www.heise.de/-117251

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[1] http://www.heise.de/security/artikel/44462/3
[2] https://www.heise.de/news/AMD-stellt-Prozessor-Baureihe-Sempron-vor-102223.html
[3] http://www.heise.de/ct/03/16/026/
[4] https://www.heise.de/news/Neue-Athlon-64-Versionen-mit-kleinerem-L2-Cache-95253.html
[5] mailto:jow@ct.de