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ACTA-Gegner greifen Webserver des Europaparlaments an

Monika Ermert

Hacker legten Webseiten des Europäischen Parlaments lahm, offenbar aus Protest gegen das umstrittene Anti-Piraterie-Abkommen ACTA.

Unbekannte Hacker legten am Donnerstag mit einer massiven DDOS-Attacke die Webseite des Europäischen Parlaments lahm. Das bestätigte das Büro des Sprechers des Parlaments gegenüber heise online. Der IT-Dienst des Parlaments hatte die Abgeordneten und deren Mitarbeiter per Rundmail über den Angriff informiert. Die gesamte Webseite europarl.europa.eu [1] war über Stunden nicht erreichbar. Der Angriff dauerte vom Vormittag bis in die frühen Abendstunden.

Laut Informationen aus dem Büro eines Abgeordneten könnte die Unterstützung für das das umstrittene Anti-Counterfeiting Trade Agreement (ACTA) der Grund sein, das gestern Vertreter der EU und 22 Mitgliedsstaaten unterzeichnet [2] haben. In den vergangenen Tagen waren auch mehrere europäische Regierungen Ziel von Hackerangriffen [3] wegen des umstrittenen Abkommens. Wegen der strafrechtlichen Bestimmungen in ACTA müssen die nationalen Regierungen das Abkommen selbst ebenfalls ratifizieren. Auf US-Blogs wurde bereits diskutiert, nach dem Erfolg der Proteste [4] gegen die umstrittenen US-Gesetzentwürfe SOPA (Stop Online Piracy Act) und PIPA (Protect IP Act) gelte es nun, sich ACTA vorzunehmen. Das haben Hacker jetzt offenbar getan (ad [5])


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-1422933

Links in diesem Artikel:
[1] http://www.europarl.europa.eu/portal/de
[2] https://www.heise.de/news/Europaeische-Union-unterzeichnet-ACTA-1422621.html
[3] https://www.heise.de/news/EU-Parlament-beginnt-Debatte-um-ACTA-Ratifizierung-1421066.html
[4] https://www.heise.de/news/Proteste-gegen-PIPA-und-SOPA-zeigen-Erfolge-1416809.html
[5] mailto:ad@ct.de