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8-Jährige tätigt In-App-Käufe für über 4600 Euro

Leo Becker

Das Kind war über einen längeren Zeitraum mit dem Passwort des Vaters in iOS-Apps auf Einkaufstour – Apple erstattete die hohe Rechnungssumme inzwischen zurück.

Digitale Verbrauchsgüter als In-App-Angebot für bis zu 90 Euro

Zwischen März und Juli 2013 hat eine 8-Jährige Britin es geschafft, umgerechnet gut 4600 Euro für In-App-Käufe in gängigen iOS-Apps ausgegeben. Dies berichtete [1] The Sun am vergangenen Wochenende. Sie nutzte dafür angeblich den Account ihres Vaters, nachdem sie diesen bei der Eingabe des Passwortes beobachtet hatte – die E-Mail-Rechnungen habe der Vater verpasst. Apple hat den Rechnungsbetrag nach anfänglichem Zögern inzwischen zurückerstattet. Der iTunes-Support zeigt sich gewöhnlich kulant bei der Rückbuchung ungewollter Käufe.

In den USA hatte der iPhone-Hersteller eine Sammelklage wegen unerwünschter In-App-Käufe Anfang des Jahres außergerichtlich beigelegt [2] – und sich verpflichtet, das Geld zu erstatten, wenn Minderjährige die Käufe getätigt haben. Seit April 2013 setzt sich auch die britische Handelsaufsicht mit In-App-Angeboten auseinander, um festzustellen [3], ob manche Apps Kinder in unrechtmäßiger Form zum Kauf ermuntern. Kostenlose Apps mit In-App-Käufen dominieren längst die Charts der umsatzstärksten Apps – sie bieten unter anderem digitale "Juwelentruhen", "Schlumpfbeeren" und "Diamantenkisten" zu Stückpreisen von bis zu 90 Euro an.

In-App-Käufe lassen sich in den iOS-Einstellungen (unter Allgemein – Einschränkungen) vollständig deaktivieren. (lbe [4])


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-1921368

Links in diesem Artikel:
[1] http://www.thesun.co.uk/sol/homepage/news/5023828/iDad-gets-refund-for-girls-4k-game-bill.html
[2] https://www.heise.de/news/Kinderschutz-Apple-legt-US-Sammelklage-wegen-In-App-Einkaeufen-bei-1811409.html
[3] https://www.heise.de/news/Britische-Handelsaufsicht-nimmt-In-App-Angebote-unter-die-Lupe-1841081.html
[4] mailto:lbe@heise.de